Sonntag, 12. Dezember 2021

Spanischer Kichererbsen-Eintopf

 Dieses Rezept hat mir Youtube vorgeschlagen. Es ist vom Kanal „Spain on a Fork“ und wirklich sehr empfehlenswert.

Man braucht

2 Zwiebeln

5 Knoblauchzehen

2 rote und eine grüne Paprika

2 Kartoffeln

1 große Tomate

1 große Dose Kichererbsen

Petersilie

Olivenöl

Gemüsebrühe

spanisches geräuchertes Paprikagewürz

zwei Scheiben Weißbrot

1 Ei




Zwiebeln und zwei Knoblauchzehen würfeln, Paprika in kleine Stücke schneiden, in reichlich Olivenöl auf mittlerer Hitze fünf Minuten anschmelzen. Nach fünf Minuten die geschälte und gewürfelte Kartoffel dazu, die Tomate in den Topf reiben (ich schneide die ja immer lieber klein). Die Kichererbsen abtropfen lassen und abspülen, nach ein paar Minuten dazu geben, mit geräuchertem Paprika, Salz und Pfeffer würzen, mit 700 ml Gemüsebrühe aufgießen. Deckel drauf, 25 Minuten köcheln lassen. 

In einer kleinen Pfanne Olivenöl erhitzen, darin die restlichen drei Knoblauchzehen leicht anbraten, danach das in kleine Stücke geschnittene Weißbrot, am Schluß das Ei in die Pfanne schlagen und von beiden Seiten so anbraten, dass der Dotter nicht mehr flüssig ist. Das Ei in kleine Stücke schneiden, mit dem Brot und dem Knobluch, etwas Salz, etwas Petersilie mit dem Pürierstab pürieren (ggf. noch etwas von dem Öl aus der Pfanne dazugeben). Diese Masse dann zu den Kichererbsen geben, verteilen, noch einmal zwei Minuten aufkochen lassen, mit frischer Petersilie servieren.



Dienstag, 5. Oktober 2021

Langsam gegarte Kichererbsen

 


Wieder einmal etwas von Ottolenghi, das Gericht hat er in einem netten Youtube-Video vorgestellt. Mit ein paar Variationen habe ich es nachgekocht, schmeckt wirklich gut und ist nicht sonderlich aufwändig. 

Man braucht:

Eine große Dose Kichererbsen (abgetropft ca. 500 g)

10 Knoblauchzehen

400-500 g Cocktailtomaten

3 Chilischoten

2 Esslöffel Tomatenmark

2 Teelöffel Kreuzkümmelsamen

2 Teelöffel Koriandersamen

etwas geschnittener Ingwer

Kurkuma

Chiliflocken

jeweils ein halber Esslöffel Salz und Zucker

200 ml Olivenöl

(ggf. 200 g Kartoffeln)

Für den Joghurt

300g griechischen Joghurt

Minzblätter

Zitronensaft

Knoblauch

Fladenbrote



Man zerstößt Koriander und Kreuzkümmel leicht in einem Mörser und kippt Kichererbsen, Knoblauchzehen (ganz), Tomaten (ganz), Tomatenmark, Chilischoten, Tomatenmark, Ingwer und die Gewürze in eine große ofenfeste Form mit Deckel. Chili und Chiliflocken kann man nach eigenem Belieben dazugeben. Man mischt, gießt das Ganze mit 200 ml Olivenöl auf.

Ofen auf 150 Grad Umluft, das Ganze mit geschlossenem Deckel 80 Minuten im Ofen lassen. Nach einer Dreiviertelstunde einmal umrühren, wenn man will kann man dann noch gewürfelte Kartoffeln dazu geben. 

Währenddessen den Joghurt mit einer zerdrückten Knoblauchzehe vermischen, zwei Esslöffel frischen Zitronensaft und die Minzblätter einrühren. 



Mit frischem Fladenbrot servieren. 


Freitag, 1. Oktober 2021

Butterreis

 Auch dieses Rezept ist von Bistrobadia und es ist gewissermaßen mit dem Fasolia-Bohneneintopf hereingespült worden. Ich mag Reis eigentlich nicht so besonders, aber dieses Rezept hat es mir echt angetan. Bisher habe ich es aber nur mit den Bohnen probiert.

Man benötigt dazu:


230g Basmatireis
35g kurze Fadennudeln
2 EL Butter
400ml Gemüsebrühe
1/2 TL Salz

Beim Kochen wiege ich die Sachen selten ab, aber hier halte ich die Mischung für wichtig, weil das alles gut aufeinander abgestimmt ist.

So geht's:

Die Butter wird in einem Topf geschmolzen, dann kommen die Fadennudeln hinzu und werden bei hoher Temperatur unter Rühren angeröstet.

Das geht ziemlich schnell, dass die Nudeln braun sind - also gut aufpassen!
Der Reis kommt dann hinzu, alles wird vermischt und mit der Gemüsebrühe abgelöscht. Aufkochen und dann den Herd auf die niedrigste Stufe stellen und den Reis mindestens 15min, gern mehr, quellen lassen. Ab und zu umrühren.
Das ist eigentlich alles.
Die braunen Nudeln und der Reis sehen auch hübsch zusammen aus. Und schmecken tut es auch.


Dicke Bohnen - Libanesischer Bohneneintopf "Fasolia"

Es gibt ein weiteres weiße Bohnenrezept, das absolut großartig ist und das ich schon mehrmals gekocht habe. Meine Schwiegermutter meinte, dass Weiße dicke Bohnen und Tomatensoße zusammengehörten und vielleicht ist das das Geheimnis dieses Rezepts, das ich bei bistrobadia gefunden habe, einem Foodblogger, der Rezepte aus dem Libanon und dem Levante postet. 

Man benötigt dazu:

250g getrocknete weiße Bohnen - hier wieder die von dem griechischen Versand (Gigantes elefantes), die super sind - ich nehme grundsätzlich die doppelte Menge, die gehen immer weg
Olivenöl
Knoblauch
Tomatenmark
Harrissa (oder Chili[paste])
1/2 TL Zimt - wer stattdessen Ras el-Hanout hat, eine Gewürzmischung, die passt super, gibt es aber nicht in allen Supermärkten
eine Flasche passierte Tomaten (800ml, wenn man 500g getrocknete Bohnen nimmt, sonst die Hälfte)
frischer Koriander (gibt es inzwischen auch tiefgefroren)

Wer keine getrocknete weiße Bohnen hat, kann auch die aus der Dose nehmen, da würde ich mindestens zwei, lieber drei Dosen nehmen.
Getrocknete Bohnen müssen über Nacht eingeweicht werden, gern mit ein bisschen Natron oder Backpulver.
Dann abspülen und 50 bis 55min in reichlich Wasser kochen.
Den Knoblauch - je nach Wunsch, ich hatte vier Zehen - in Scheiben schneiden und in ordentlich Olivenöl anschwitzen. Dann kommen zwei bis drei (oder mehr) Esslöffel Tomatenmark hinzu und werden mit angeröstet. Danach das Harissa (1 TL oder mehr, je nachdem, wie scharf man es mag), der Zimt oder das Ras el-Hanout und alles so ein bisschen andünsten. 


Dann wird alles mit den passierten Tomaten abgelöscht. Ich spüle die Flasche mit Wasser immer noch einmal aus und kippe dann die Hälfte noch dazu. Salzen und pfeffern.
Dann kommen die vorgekochten weißen Bohnen dazu und alles kocht für 30min vor sich hin.


Alles mit dem gehackten Koriander bestreuen, nachwürzen und fertig.
Dazu kann man Butterreis machen. Das ist auch extrem lecker.



Samstag, 21. August 2021

Griechische Bohnen (Gigantes)

 Dicke weiße Bohnen gehören zu meinen absoluten Lieblings-Hülsenfrüchten (falls es so etwas geben sollte). Sie schmecken nicht nur gut, sondern machen auch satt und - seit im ackerbauschen Haushalt (auf Wunsch eines 14-Jährigen) viel vegetarisch gekocht wird - sie sind aus meiner Sicht von der Konsistenz her, ein guter Ersatz für fleischliches Eiweiß. Lange Rede, kurzer Sinn - Rezepte mit weißen Bohnen gibt es natürlich zahlreich im Internet, Pinterest ist wie immer eine gute Quelle. Ich habe einige Rezepte ausprobiert und meine zwei - derzeitigen - Favoriten, werden hier im Blog aufgenommen und damit gleichsam "geadelt". Das erste Rezept stammt von Claudia Earp  - ich habe es schon mehrmals gemacht und bin jedes Mal begeistert (andere Menschen übrigens auch). Man kann das Rezept auch mit Dosenbohnen kochen, ich habe allerdings gemerkt, dass getrocknete Bohnen wirklich besser schmecken (natürlich muss man sie vorher einweichen und kochen), aber wenn es schnell gehen soll, passt wahrscheinlich auch die Alternative gut.

Herr Ackerbau ist seit einiger Zeit guter Kunde eines griechischen Versands, die haben besonders gute Bohnen im Angebot, die "Bohnen Gigantes Elefantes" heißen - die sind super. Es gehen aber natürlich auch andere getrocknete weiße Bohnen - je größer, desto besser.

Um dieses Rezept zu kochen, habe ich eine Packung von den Gigantes Elefantes in Wasser mit Natron (Backpulver geht auch) über Nacht eingeweicht. Das sind 500g. Man kann auch nur die Hälfte nehmen. Das Originalrezept geht von 250g aus - aber die Bohnen halten sich eine Weile im Kühlschrank (also grundsätzlich, ich hatte diesen Fall noch nicht) und wenn man gute Esser*innen zu Hause hat, gehen auch 500g locker weg.

So sehen sie nach einer Nacht aus
Die Bohnen werden dann abgespült und für ca. 50-55 min in reichlich Salzwasser gekocht. 
In der Zwischenzeit kann man sich mit dem Rest beschäftigen. Man benötigt für das Rezept (neben den Bohnen) - die Menge kann variieren, je nach Geschmack. Da das Originalrezept für 250g Bohnen gedacht ist, schreibe ich das auf, aber letztlich ist es völlig egal:

Olivenöl
eine Zwiebel
Karotten (oder eine große)
Lauchzwiebeln (original ist Lauch dabei, den mag ich aber nicht)
Tomatenmark - 2 EL mindestens
Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika, Kreuzkümmel (wer mag, ich finde den inzwischen echt gut, das hat aber eine Weile gedauert - einfach ausprobieren)
braune Champignons (100g)
getrocknete Tomaten (ich nehme immer die in Öl, da muss man nichts einweichen und ich finde die so besser - hier so 6-8 Stück)
schwarze Oliven (Geschmackssache - ich habe ca. 8 Stück genommen)
Zitronensaft
gehackte Petersilie

Zum Kochen bin ich so vorgegangen:

Zuerst Zwiebel, Karotten und Lauch(zwiebeln) in kleine Würfel schneiden 

und in ordentlich Olivenöl (ca. 6-8 EL) an- und weichdünsten.

Dann kommen Tomatenmark und Gewürze dazu und werden mit angeröstet.

Das zusammen bildet schon so dieses rote Öl, das man von den Gigantes aus griechischen Lokalen kennt - das ist super.
Dann kommen die (inzwischen weich gekochten) Bohnen dazu, werden mit dem Gemüse vermengt und ca. 10-15min mit gekocht.
Inzwischen kann man die Champignons in Scheiben, die getrockneten Tomaten in Streifen und die Oliven in Stücke (Kern besser entfernen) schneiden.

Die Sachen kommen dann zu den Bohnen dazu.
Mit Zitronensaft abschmecken und ggf. mit den Gewürzen nachwürzen, alles gut nochmal 10-15min vor sich hinköcheln lassen, dann kommt die Petersilie hinzu.
Und fertig.
Die Bohnen sind besser, wenn sie ein bisschen durchgezogen sind, man könnte sie wohl auch kalt essen. Ich finde sie aber auch warm mit Weißbrot oder einfach so ziemlich gut. Ich hatte vergessen, ein Bild vom fertigen Gericht zu machen, deshalb hier schon die inhaltlich sehr reduzierte Pfanne (ich hatte nicht mehr so viel Petersilie - das Originalrezept hat schönere Bilder...):

Egal wie, ist lecker.


Freitag, 11. Juni 2021

Blumenkohl Wings

Ergänzung März 2024:

Das alte Rezept ist ja ganz nett, die Version von Rainbow Plant Life ist aber deutlich raffinierter. Also, man braucht

1 Blumenkohl (ca. 600g)

200 g Reismehl

90 g Maisstärke

eine Hot Sauce nach Geschmack

Knoblauchpulver

Zwiebelpulver

geräuchertes Paprikagewürz

Cayennepfeffer

Pfeffer

Salz

Milch 

Zucker

Butter

Man macht aus Mehl, Stärke und Gewürzen (jeweils etwa ein Teelöffel) und 200 ml Milch und 40 ml Hot Sauce einen Teig. Der Teig darf nicht zu flüssig, sondern muss recht fest sein. Den Blumenkohl in kleine Stücke schneiden (3 - 4 cm), im Teig wälzen. Auf ein Backblech mit Backpapier legen, 20 Minuten auf 220 Grad. 

Währenddessen 60 g Butter schmelzen, mit 60g Hot Sauce und zwei Esslöffeln Rohrzucker verrühren. Abkühlen lassen. Die Blumenkohlstücke in eine Schüssel, die Sauce darüber geben, den Blumenkohl wieder in den Ofen, nach 10 Minuten Stücke wenden, noch einmal 10 Minuten im Ofen lassen. Abkühlen lassen, mit Frühlingsquark oder Ranch dressing servieren.





Das Ganze wird als vegetarische Chicken Wings vermarktet, passt seltsamerweise. Geht recht schnell und einfach. Da das Originalrezept wieder amerikanisch ist, ist alles in Cups angegeben. Furchtbar.

Man braucht

Einen kleinen Blumenkohl

200 ml Hot Sauce (oder jede andere Barbecue-Sauce, die man gerne hat)

200 ml Milch

100 g geriebener Käse

200 g Mehl

Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver

Semmelbrösel

Man zerteilt den Blumenkohl in kleine Röschen.

Man kippt die anderen Zutaten (außer Semmelbrösel) zusammen, es sollte eine zähflüssige Masse entstehen. Man taucht nach und nach die Blumenkohlröschen in die Tunke und wälzt sie in den Semmelbröseln.



Das ganze auf ein Backblech, ggf. Die Dingens mit etwas Öl einstreichen.



Bei 230 Grad 20-25 Minuten im Ofen lassen, gleich servieren.

Vegetarische Burger

 Ich habe mit Burgern nichts am Hut [längerer Einleitungstext, in dem erzählt wird, dass es die früher bei uns nicht gab]. 

Die vegetarische Variante ist aber ganz lustig und dieses Rezept aus einem amerikanischen Newsletter funktioniert recht gut. Ich muss es hier auch mal aufschreiben, weil mich die „Cups“-Angaben im Originalrezept wahnsinnig machen. Man braucht schwarze Bohnen, die ich zumindest im Kaufland finde.

400 g schwarze Bohnen

150 g Kichererbsenmehl

2 EL Sojasauce

2 EL Zitronensaft

2 EL Tomatenmark

2 EL Apfelmus

Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver

Speiseöl


Man zerdrückt die Bohnen leicht in einer Schüssel und rührt die restlichen Zutaten dazu. Wahrscheinlich kann man fast alles außer Bohnen und Kichererbsenmehl wohl auch weglassen bzw. durch etwas anderes ersetzen. Es ergibt sich eine sehr klebrige Mischung, die man in geeigneter Weise in die Pfanne mit dem heißen Speiseöl kriegen muss. Die Patties von beiden Seiten gut anbraten.



Dann nach Belieben für die Burger verwenden, bei uns kommen immer noch Tomaten, Zwiebeln, Salat und Gewürzgurken dazu.