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Montag, 5. März 2018

Schokoladenmuffins à la Frau Meinigkeiten

Es ist schon länger her, da habe ich auf dem Blog von Frau Meinigkeiten ein Rezept für Muffins gefunden, die ich unbedingt nachbacken wollte. Das ist deshalb wichtig zu erwähnen, weil es meine ersten Muffins waren - normalerweise hatte ich bis dahin noch nie welche gemacht und auch keine Lust dazu. Frau Meinigkeiten ist eine enorme Kuchen- und Tortenkünstlerin, ich bewundere ihre Backkünste, allerdings bin ich nicht fähig, auch nur annähernd Ähnliches zustande zu bringen. Die Muffins aber - die gingen (und noch ein weiterer unglaublich guter Schoko-Flan-Kuchen, den ich bei Gelegenheit auch präsentieren werde - hier schon mal der Link, wer ihn ausprobieren will - es funktioniert tatsächlich). Wo das Muffin-Rezept zu finden ist, weiß ich nicht mehr, ich hatte es mir damals nur auf einen Post-it gekritzelt und deshalb muss ich es jetzt hier mal festhalten.
Man benötigt:
50g Kakaopulver
300g Mehl
1 Packung Weinsteinbackpulver (wahrscheinlich geht normales Backpulver aber genauso gut)
250g Butter
200g Blockschokolade (ich habe einfache Bitterschokolade genommen)
300g brauner Zucker
Vanilleessenz
100g Schmand
5 Eier
(im Vordergrund liegt mein Post-it-Zettel)

Zunächst werden Kakaopulver, Mehl und Backpulver trocken miteinander vermischt (das Mehl am besten gesiebt).
Im Töpfchen (oder im Wasserbad) schmelzen dann die Butter, die Schokolade und der Zucker
zu einer schönen, cremigen Schokomasse:
Dann werden die Mehl-Mischung und die Schokomischung gut miteinander verrührt, danach Schmand dazu und die fünf Eier nacheinander dazu gerührt.
Es entsteht ein etwas zäher Teig, den man dann mit Hilfe von zwei Esslöffeln (das ist meine Methode, falls jemand eine bessere hat - soll das tun) in die Muffinförmchen gepackt.
Wie man sieht, reicht die Menge für 27 Muffins - also eigentlich ganz ordentlich.
Ich habe die Muffins bei 180° Umluft etwa 20 min gebacken, Stäbchenprobe ist ganz gut...







Samstag, 21. Oktober 2017

Muffins mit was drin

Ich backe sehr gern und mittlerweile isst die gesamte Familie, einschließlich der Kinder, fast alle Kuchen, die ich backe, sodass es auch viel mehr Spaß macht (Ausnahme ist der göttliche Mohnkuchen, den mögen beide nicht, aber vielleicht dauert das einfach noch...). Für Muffins habe ich nie so die richtige Begeisterung aufbringen können, obwohl die ja vor allem als Kita- und Schulmitbringsel immer sehr beliebt sind. Allerdings war J.S. letztens auf Klassenfahrt; dort gab es "Ärger", weil die Jungs "Klopfstreiche" gemacht haben (was immer das ist). Als Strafe sollten die beteiligten Kinder Muffins für die Klasse mitbringen, also nicht jedes Kind für die ganze Klasse, sondern jeder ein paar. Also habe ich mich an ein Muffinrezept erinnert, das irgendwo in der Küche hing und habe die gebacken. Der Erfolg war so verblüffend - ich hatte echt Mühe, sechs von den Dingern für die Klasse zurückzuhalten, weil die Kids die quasi weggeatmet haben. Also habe ich gleich nochmal welche gebacken, weil das Rezept ziemlich einfach ist und die Muffins schnell fertig sind. Der Witz dabei ist, dass man in den Muffinteig noch Leckereien reintut, im Original waren es kleingeschnittene Erdbeeren, Rhabarberstücken und Kinderriegel. Da es um dieses Jahreszeit aber keinen Rhabarber mehr gibt und die Erdbeeren in Gold aufgewogen werden, habe ich die im Tiefkühlfach gelagerten Heidelbeeren genommen, wahrscheinlich kann man auch Himbeeren oder anderes Obst nehmen. Kinderriegel aber müssen sein... zum Glück gibt es die jahreszeitunabhängig.
Man benötigt
Für den Teig:
125g Butter
150g Zucker (das war mir beim ersten Mal zu viel, wahrscheinlich ist das gerechtfertigt, wenn man Rhabarber mit im Teig hat, bei Heidelbeeren ist das nicht notwendig. Ich habe hier 120g genommen)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
250ml Buttermilch
275g Mehl
1 Päckchen Backpulver

Als Leckereien:
Rhabarber, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Beerenmischung... und - ganz wichtig - 3-4 Kinderriegel
So gehts:
Weiche Butter wird mit Zucker und Vanillezucker cremig gerührt, dann das Ei dazu und die Buttermilch. Bei mir ist das Ganze dann so ausgeflockt, das hat mich etwas nervös gemacht, es ist aber nicht schlimm, wenn das Mehl dazu kommt, ist das wieder vorbei. Mehl und Backpulver werden gesiebt und darunter gemischt.
Dann werden die Leckereien mit reingemischt - je nachdem wie viel man mag, so eine gute Handvoll Beeren; da ich die großen Kinderriegel hatte, habe ich sie noch einmal der Länge nach geteilt.

Das wird dann alles schon verrührt. Die Heidelbeeren färben den Teig natürlich ein, aber das sieht eigentlich ganz nett aus.
Dann wird der Teig in Muffin-Förmchen gefüllt. Insgesamt hat die Menge für 16 Muffins gereicht, wenn man also eine ganze Klasse damit versorgen will, muss man die doppelte Menge nehmen.
Ich bin nicht so geduldig beim Einfüllen - mit zwei Esslöffeln ging es dann aber. Das ganze kommt in einen auf 175° (Umluft) vorgeheizten Ofen und wird dort etwa 25min gebacken (Stäbchenprobe).
Den restlichen Teig habe ich dann in verbleibende vier Förmchen eingefüllt und dort habe ich jeweils noch ein Kinderriegelstück reingepresst, weil ich den Eindruck hatte, dass in diesem Restteig keine mehr drin waren.
Wenn alle fertig sind, kann man sie mit Puderzucker bestäuben (wenn sie nicht so perfekt aussehen, ist das auch ein gutes Mittel, die fehlende Perfektheit zu übertünchen).









Freitag, 27. Februar 2015

Zitronenkuchen

Weil J.S. nicht nur Geburtstag hatte und zu Hause mit seinem Vulkankuchen und den Gästen feierte, sondern auch die Schule versorgt werden wollte, habe ich ein ebenso simples Rezept (ebenfalls aus der Kochmeister-App, von binemaus), das ich - und vor allem auch J.S. - sehr mag. Man braucht dazu:
350 g Zucker
6 Eier
350 g Magarine
1 Packung Vanillezucker
1 Fläschchen Zitronen-Backaroma
350 g Mehl
1 Packung Backpulver

und für den Guß zum Garnieren:
1 Packung Puderzucker
Zitronensaft

Eier und Zucker schaumig rühren, dann Magarine mit rein (die mache ich in der Mikrowelle immer ein bisschen flüssig), Vanillezucker, Backaroma. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen, sieben und portionsweise unterrühren. Der Teig hat dann eine gut streichfähige Konsistenz.
Alles kommt auf ein gut gefettetes (oder mit Backpapier ausgelegtes) Backblech und wird dann im Ofen bei ca. 160° 25min gebacken. Etwas abkühlen lassen.

Aus dem Puderzucker und dem Zitronensaft einen Guss rühren und auf den Kuchen streichen. Das war eigentlich schon alles. Jetzt kann man - Kindergeburtstag!!! - noch Gummibärchen oder Streusel draufpacken. Dann sieht es so aus:
Streusel und Gummibärchen sind aber wirklich optional. Der Kuchen ist sehr gut - es sei denn, man mag keinen Zitronengeschmack.


Selterwasserkuchen, Vulkankuchen

J.S. hatte Geburtstag. Nachdem er einmal bei einer Freundin einen Vulkankuchen gegessen hat, wollte er so einen unbedingt auch bei seiner Feier. Nun klingt Vulkankuchen spektakulärer als er ist, aber für einen Kindergeburtstag macht er schon was her. Der Witz ist dabei, dass der Kuchen gar nichts besonderes ist, sondern mehr das Drumherum (oder besser: das Obendrauf). Im Prinzip kann man jeden Rührteig verwenden, von dem man halt so viel produzieren  muss, damit man wenigstens ein Blech und zwei, drei, vier Vulkane herausbekommt. Die Vulkane sind einfach kleine Gugelhupfe, man braucht hier kleine Formen. Ansonsten ist alles sehr simpel.
Da ich eine große Anhängerin von Selterwasserkuchen bin, dessen Rezept ich in meiner Kochmeister-App (von coookie) gefunden habe, nehme ich immer diesen für den Kuchen. Hier das Grundrezept:
4 Eier
2 Tassen Zucker
1 Tasse Öl
1 Packung Vanillezucker
3 Tassen Mehl
1 Packung Backpulver
1 Tasse Sprudelwasser

Als Tassen-Maßeinheit dient mir diese hier:

Die Zutaten werden in der oben genannten Reihe nach und nach vermischt. Ich beginne immer mit den Eiern und dem Zucker und rühre so lange bis so ein cremiger Schaum entstanden ist, dann kommen Öl und Vanillezucker hinzu. Das Mehl wird mit Backpulver vermischt und gesiebt und dann portionsweise darunter gerührt. Ganz zum Schluss - und das ist sehr wichtig - kommt das Selterwasser hinzu, das kann man dann einfach auch mit einrühren. Es entsteht dann so ein halbflüssiger Teig. Den füllt man in ein etwas tieferes Backblech, das gut eingefettet oder - noch besser - mit Backpapier ausgelegt ist. Und dann wird alles bei 180° (Umluft) etwa 20 min gebacken. Mit der Holzstäbchenprobe kann man ggf. nachprüfen, ob der Kuchen schon durch ist. Oben drauf kann man dann einen Guss ganz nach Belieben machen, gern Schoko und bunte Streusel bzw. Gummibärchen, das passt immer. Das ist alles kein Hexenwerk und leicht gemacht.
Da sowohl J.S. als auch J.J. es total mögen, habe ich dieses Mal in den Teig Sauerkirschen aus dem Glas (möglichst entsteint) getan. Geht auch gut und frischt das ganze ein bisschen auf. Aber der Kuchen ist auch so wirklich lecker und der Teig ganz locker.
Man kann das Selterwasser auch durch andere sprudelige Getränke ersetzen (Fanta oder Sprite); das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert, würde dann den Zucker aber reduzieren. Manchmal mache ich statt Vanillezucker Zitronenzucker oder Zitronenschalenkrümel mit rein, das schmeckt auch.

Hier nun die Vulkanvariante
Im Prinzip geht die genauso, nur dass ich mehr Teig gemacht habe und zwar das Eineinhalbfache. Ich habe dann zuerst zwei Vulkane gebacken; dafür habe ich mir auf der Grünen Woche extra Silikonformen gekauft. Diese zwei habe ich nicht aus der Form bekommen und so war die erste Runde Naschfutter für den Rest der Familie. Dann habe ich weitere zwei Vulkane gebacken und während sie im Ofen waren, gegoogelt, wie man Kuchen aus Silikonbackformen herausbekommt. Das Ergebnis war von Erfolg gekrönt (wie war das eigentlich früher ohne Internet?, aber da gabs auch noch keine Silikonbackformen...). Wie lange die Kuchen in den Gugelhupfformen brauchen, muss man ausprobieren. 20 min waren bei mir zu wenig, ich habe die halt beobachtet und immer mal wieder mit Holzstäbchen reingepiekt.
Mit dem Rest des Teiges wird dann das Backblech befüllt (ggf.noch die Kirschen drauf).
Wenn alles fertig ist, sieht es im Rohzustand so aus:
Wie gesagt, man kann mehr Vulkane machen oder andere Größen nehmen, das ist ganz egal. Hauptsache, kleinere Kuchen mit Loch drin, die gehören oben drauf.
Und jetzt kommt die Hauptarbeit - das Dekorieren. Der Kuchen muss - einschließlich der Vulkanlöcher - vollständig mit Schokoladenglasur bedeckt sein. Ich nehme dafür
zwei Packungen Halbbitter-Kuvertüre, die
geschmolzen und gleichmäßig darüber verteilt wird bis kein Teig mehr zu sehen ist. Der Kuchen wird dann - solange die Kuvertüre noch nicht fest ist - üppig dekoriert am besten mit Gummibärchen oder dieses Schaumzeug; der Kram sollte irgendwie Dschungel- oder Tiermotive darstellen. Es soll ja wie ein Vulkan im wilden Dschungel aussehen. Ich hatte darüber hinaus noch Weihnachtsstreudeko übrig, die habe ich hier gleich mit verwenden können. Hier das Ergebnis:
Die Vulkane selbst werden dann erst zur Feier losgelassen. Dafür füllt man in die Vulkanlöcher jeweils zwei Päckchen Ahoi-Brausepulver und gibt Zitronensaft drüber. Und dann sprudelts los:

Die Kinder finden das großartig, vor allem die Vulkane mit den Brausepulverresten waren der Renner. Und Gummibärchen auf dem Kuchen passen immer (das rote rechts ist die Geburtstagskerze, die ich aber gleich entfernen musste, weil sie - einmal angebrannt - sofort ihr Wachs auf den Kuchen ergossen hat).