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Sonntag, 24. September 2023

Mejadra

 Angeblich das Linsengericht, für das Esau sein Erstgeburtsrecht an Jakob verkauft hat. Kannte ich nicht, die Kombination Reis, Linsen und Zwiebeln hörte sich aber schon gut an.

Man braucht

500 g Zwiebeln

250 g braune oder grüne Linsen (keine roten, die Linsen sollen nicht verkochen)

200 g Basmati- oder Duftreis

Kurkuma

Kreuzkümmel und Koriander

Rash al Hanout oder ein anderes arabisches Gewürz nach Wahl

ggf. Cashewkerne 

Außerdem:

300g griechischen Joghurt

1 Limette

Knoblauch

Linsen in reichlich Wasser aufkochen lassen, 15 Minuten weiter köcheln lassen. Abgießen. Die Linsen können ruhig noch am Biss sein.

Zwiebeln in Ringe schneiden und in Speiseöl andünsten oder knusprig braten, wie es gewünscht wird. Zwiebeln salzen.

Kreuzkümmel und Koriander (jeweils 1 Teelöffel) in Mörser leicht zerstoßen. In großer Pfanne in Olivenöl für 1 Minute anrösten. Den gewaschenen Reis dazu, außerdem Kurkuma, Salz, Zucker und Rash el Hanout. Reis in Olivenöl mit den Gewürzen mischen. Nach Belieben noch Chiliflocken dazu. Die abgetropften Linsen dazu und 350 ml Wasser (nicht zu viel Wasser nehmen, es soll nicht matschig werden!). Aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel 15 Minuten köcheln lassen. Vom Feuer nehmen, Deckel in ein Geschirrtuch wickeln und wieder auf Pfanne setzen. 10 Minuten warten, die Zwiebeln und ggf. noch Cashewkerne untermischen.

Für den Joghurt die Limettenschale abreiben und zusammen mit dem Limettensaft, Salz, etwas Olivenöl und einer zerdrückten Knoblauchzehe vermischen.

Das Mejadra mit dem Joghurt servieren.



Sonntag, 19. Dezember 2021

Linsensalat mit Forellenfilet

 Herr Ackerbau hat bei youtube Akis Petretzikis, einen griechischen Foodblogger und Koch entdeckt (nett anzuschauen ist er auch ;-)) - der macht zunächst das, was alle Köche auf youtube tun, nämlich kochen und sich dabei filmen lassen. Aber er ist auch durch Griechenland gereist und hat dort nicht nur die wunderschöne Landschaft Griechenlands gefilmt, sondern auch die regionale Küche entdeckt, in den Restaurants verkostet oder selbst Sachen gekocht (hier die erste Folge). Es gab zwei Rezepte, die uns sofort angesprochen haben und eines davon ist der Linsensalat, den er mit geräuchertem Forellenfilet, das er von einer regionalen Fischfarm bekommen hat, aufpeppt. Da er diesen Salat irgendwo an einem Fluss zubereitet und die Mengenangaben nicht mit geliefert werden, habe ich es einfach so versucht - hier im Rezept steuere ich noch ein bisschen nach. Der Salat macht was her, weil er aus dreierlei Linsensorten besteht und sehr frisch schmeckt. 

Man braucht dazu:


Je 100g braune, rote und schwarze (Beluga) Linsen 
Olivenöl
eine Biozitrone (hier braucht man Zesten von der Schale, deswegen Bio) und deren Saft
eine Biolimette (wie eben) und den Saft der halben Limette
250-300g kleine Tomaten (hier kann man gelbe und rote Cocktailtomaten nehmen, muss aber nicht, ist nur wegen der Optik)
eine rote Zwiebel (die ist original nicht dabei gewesen, aber ich fand, die passte gut)
Forellenfilets - hier habe ich zwei Packungen genommen à 125g
Salz, Pfeffer, Chili, frische Pfefferminze und frisches Basilikum

Zunächst werden die Linsen gekocht - die Kochzeit ist unterschiedlich lang, deswegen nicht alle zusammen kochen. Die roten Linsen brauchen meist nicht mehr als 10min, die braunen etwa 25 und die Belugalinsen zwischen 30 und 35min.
Die roten waren einen Tick zu lang drin und die Menge stimmt nicht ganz, 100g pro Sorte reicht.

Dann werden 
- die Linsen zusammengekippt, 


- die rote Zwiebel in Ringe geschnitten 
- die Tomaten halbiert (oder geviertelt, je nachdem wie groß sie sind)
- von der Zitronen- und der Limettenschale Zesten gezogen (wenn man keine Zestenreißer hat, kann man auch mit einem Sparschäler die Schale schälen und die dann klein schneiden).
Alles wird vermischt und mit ordentlich viel Olivenöl begossen. Dann kommt der Zitronen- und der Limettensaft dazu, Pfefferminze und Basilikum werden klein geschnitten dazu getan und dann alles mit Pfeffer, Salz und Chili gewürzt. 
Zum Schluss wird das Forellenfilet zerrupft und in dem Salat verteilt.







Mittwoch, 5. Juli 2017

Linsensalat mit Chorizo und Feta

Der Salat, der wieder über Bloglovin-Empfehlungen hereingespült wurde, hat sofort meine Geschmackssinne schon beim Lesen erobert. Ich mag alles, was man mit so leicht dunkel gebratener Chorizo kombinieren kann, und Linsen sind einfach großartig. Und bevor das ausgedruckte Rezept (das ich leider nie mehr wiederfinde in meinen Dateien) ganz verschmiert - halte ich es hier zur Sicherheit im Blog für die Ewigkeit fest. Ich habe den Salat übrigens beim letzten Sommerfest nach dem Elternabend als Mitbringsel dabei gehabt - es war derjenige, der als erstes alle war, und das spricht doch auch für sich (allerdings nicht für Vegetarier..). Für das Fest habe ich von allen doppelte Menge genommen, das ging gut.
Man benötigt:
100g rote Linsen
2 Frühlingszwiebeln
100g Chorizo
Salat, der etwas stabiler ist wie Römer- oder Eisbergsalat (das Originalrezept sagt: Wildkräuter, die habe ich aber nie und bin auch zu bequem, die irgendwo einzusammeln, aber wer diese Sorte hat, dann ist sie jedenfalls gut verwendbar)
100g Kuhmilchfeta zum Drüberbröseln (wer es mag, kann auch richtigen Feta  nehmen)

Dressing:
3 EL Öl
1 EL flüssiger Honig (hier bin ich immer etwas sparsamer, weil ich im Grunde keinen Honig mag)
1 EL mittelscharfer Senf
2 EL Apfelessig
Salz und Pfeffer

Beim Öl und Essig bin ich etwas großzügiger, weil es mit der angegebenen Menge dann doch so ein bisschen trocken wird, wenn man das Ganze mit dem Grünzeug vermischt. Das muss man halt ausprobieren, falsch machen kann man aber eigentlich da auch nichts.

Und so geht's:
Zuerst die Linsen waschen, in kochendes Salzwasser kippen und dort etwa 8 min kochen. Die roten Linsen sind schnell durch und klaffen dann so auseinander, besser ist, sie bissfest zu kochen. Aber letztlich sind 8 min auch o.k. und da man das Ganze ja eh vermengt, ist auch nicht so wild.
Während die Linsen kochen (oder man darauf wartet, dass das Wasser kocht)
Chorizo pellen und in Scheiben schneiden und mit einem kleinen bisschen Öl (nicht zu viel, weil die ordentlich Fett ablässt) in der Pfanne rundrum knusprig braten. Ich mag das, wenn die so ein bisschen verschmurgelt ist, tendenziell lasse ich sie deshalb eher zu lange drin...
Wenn Linsen und Chorizo dabei sind zu garen, kann man die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und - wenn noch Zeit ist - aus den Dressingzutaten selbiges mischen.
Wenn die Chorizo braun ist, werden die Frühlingszwiebeln und die (hoffentlich auch durchgegarten)
Linsen mit in die Pfanne geschmissen und alles noch einmal 2-3 min zusammen erhitzt.
Das ganze kann dann von der heißen Herdplatte herunter und wird mit dem Dressing vermischt (wenn man es schon hat, ansonsten muss man es halt jetzt zusammenrühren).
Jetzt wird der Salat gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten oder gerupft, je nach Geschmack.
Dann kommt das Chorizo/Frühlingszwiebel/Linsen/Dressing-Gemisch dazu und wird mit dem Salat vermengt. Obendrauf dann der zerbröselte Feta und dann kann man alles noch einmal vermischen.
Das Bild ist jetzt nicht so sehr schön und es sieht jetzt auch nicht so lecker aus - ist es aber, das garantiere ich!



Samstag, 7. November 2015

Kürbis-Linsen-Auflauf

Bei uns war noch reichlich Kürbis übrig, also habe ich nach einem interessanten Rezept gesucht. Fündig wurde ich bei Ottolenghis Guardian-Kochkolumne, in der man immer wieder interessante Dinge finden kann. Frau Ackerbau fand das Essen gelungen und bat um Dokumentation. Was hiermit geschieht.

Man braucht

1 Butternut-Kürbis (oder einen anderen mit eher mürben Fleisch)
3 rote Zwiebeln
100 g Linsen (Beluga oder andere)
1 unbehandelte Zitrone
frische Kräuter (Salbei, Petersilie, Minze, wenn zur Hand)
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Kuhmilchfeta

Man schneidet das Kürbisfleisch in Würfel mit 3-4 cm Kantenlänge und achtelt die Zwiebeln. Man würzt Kürbis und Zwiebeln in einer Schüssel mit kräftig Salz und Pfeffer und gibt dazu zwei Esslöffel Olivenöl. Den Ofen auf 220 Grad heizen, Kürbis und Zwiebeln und 10 zerteilte Salbeiblätter auf einem Backblech (mit Backpapier) 25 Minuten rösten. Währenddessen Wasser für die Linsen aufsetzen und die Linsen gar kochen, dann abgießen. Kürbis, Zwiebeln und Linsen mischen, zwei Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft dazu, die Knoblauchzehe darüber pressen, soweit zur Hand frische Petersilie und Minze darüber streuen, noch einmal salzen und pfeffern und noch einmal zwei Esslöffel Olivenöl dazu.  Die Zitronenschale klein hacken und dazu geben. Wahrscheinlich würde auch eine kleine Peperoni, fein geschnitten, gut dazu passen.
Ottolenghi schlägt jetzt vor, dass man das ganze mit Würfeln von mildem Blauschimmelkäse mischt und so serviert; ich brösele lieber Kuhmilchfeta darüber und schiebe das Ganze dann noch einmal für 5 Minuten in den Ofen.

Schmeckt gut und ist schnell gemacht.
Ergänzung: Wie sich herausgestellt hat, passt es auch gut, wenn man zu Kürbis und Zwiebeln auch Rote Bete dazu nimmt (rohe Rote Bete schälen und würfeln und mit auf das Backblech...)

Freitag, 27. Februar 2015

Linsen mit Stangensellerie

Ich weiß nicht mehr, woher ich das Rezept habe; es muss aus einer Zeit stammen, in der ich noch eine Biokiste wöchentlich bezogen habe, denn normalerweise käme ich NIE auf den Gedanken, etwas mit Stangensellerie zu kochen. Das ist eine der wenigen Gemüsesorten, die ich überhaupt nicht mag und die ich niemals kaufen würde, aber wahrscheinlich war das mal in dieser Kiste und ich zu geizig zum Wegwerfen. Dabei soll Stangensellerie die Eigenschaft haben, statt Kalorien zuzuführen, welche abzubauen, eignet sich also hervorragend für die Fastenzeit-Diätküche. Nun ja, in der folgenden Variante vielleicht nicht, aber dafür muss man diesen dominanten Geschmack auch nicht wirklich ertragen. Erstaunlicherweise harmoniert Stangensellerie nämlich hervorragend mit Linsen und Joghurt. Dabei ist es eigentlich egal, welche Linsen man verwendet, auch z.B. in einer roten Linsensuppe passt gut zerkochter und deshalb nicht mehr hervorschmeckender Stangensellerie sehr gut. Diese Variante hier ist mit Hackfleisch und damit nicht wirklich ein Fastenessen. Man braucht dazu:
500 g Stangensellerie (so ein Bündel ist meistens schwerer, ich nehme dann den Rest und friere ihn geputzt und klein geschnitten ein - dann muss man nicht jedes Mal welchen kaufen)
300 g Rinderhack (gemischtes Hackfleisch geht auch und es gehen auch mehr als 300 g)
eine Zwiebel
ein Apfel
150 g braune Linsen
600 ml Brühe (Fertigprodukt)
Öl, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
eine Packung Joghurt natur
3 EL geriebener Käse

Gemacht ist es leicht. Ich bereite zunächst immer erst das Gemüse vor, dann muss man nicht fürchten, dass das Hackfleisch verbrennt, während man noch am Sellerieschnippeln ist. Zwiebel und geschälter Apfel werden gewürfelt. Stangensellerie entfasert und in schmale Streifen geschnitten.
Dann in eine tiefen Pfanne Hackfleisch in einem EL Öl bröselig grau braten, Gemüse dazu und mit andünsten. Linsen und Lorbeerblatt hinzufügen und dann alles mit Brühe ablöschen, umrühren. So sieht es aus:

Nun  Deckel drauf und leicht köcheln lassen, mindestens 35 min, ggf. noch mehr - das hängt davon ab, wann die Linsen weich sind, gelegentlich umrühren. Wer gern die Linsen vorher einweicht, hat andere Kochzeiten - ich habe das noch nie gemacht. Es geht auch so.
Am Ende der Kochzeit sieht es dann so aus:
Die Linsen haben die Flüssigkeit aufgesaugt; der Stangensellerie ist weichgekocht.
Jetzt kommt das Beste: Der Joghurt wird mit dem geriebenen Käse vermischt und alles zusammen kommt zum Essen dazu.
Das bindet das Gericht noch einmal und gibt einen hervorragenden Geschmack. Eigentlich sollte man noch salzen und pfeffern, aber ich finde, dass durch die Brühe und den Käse ausreichend Würze am Essen ist.
Es ist ein Essen, was vielleicht auf meinem Foto etwas seltsam aussieht, aber es schmeckt wirklich prima und kocht sich praktisch selbst. Man kann dann noch Baguette dazu essen, aber eigentlich braucht es das nicht wirklich.