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Sonntag, 10. Juni 2018

Türkische Auberginen-Hackfleisch-Pfanne

Ich habe es - glaube ich - schon einmal erwähnt, Hackfleischgerichte sind immer gut, nicht nur, weil ich sie selbst total mag, sondern auch, weil sie die Familie sehr schätzt. Die türkische Auberginen-Hackfleisch-Pfanne ist mal eine Alternative zur Bolognese und hier ist vor allem wichtig, dass man sie lang genug kocht (ob sie wirklich türkisch ist, weiß ich nicht und angesichts der Tatsache, dass man gemischtes Hackfleisch nehmen soll, wohl eher nicht, aber egal...). Sie ist nicht sonderlich kompliziert. Man benötigt dazu.
mindestens 500g gemischtes Hackfleisch (mehr geht immer)
zwei Zwiebeln
drei bis vier Knoblauchzehen (je nach Geschmack auch mehr)
zwei Auberginen
Tomaten
500 ml Fleischbrühe (ich habe hier Rinderfonds genommen)
optional: passierte Tomaten (die mache ich inzwischen fast überall dran, gern auch als Alternative zu gehackten Tomaten aus der Dose)
Oregano und 1 EL rosenscharfer Paprika
und als Topping
griechischer Naturjoghurt

Zuerst werden die Auberginen in mundgerechte Würfel geschnitten und gut eingesalzen. Sie sollen dann mindestens 30min stehen (länger ist nicht schlimm).
In der Zwischenzeit kann man das Hackfleisch krümelig braten und gehackte Zwiebeln und Knoblauch dazu tun. Das Hackfleisch soll dann schön knusprig sein. Tatsächlich hat das bei mir relativ lange gedauert, weil da so viel Wasser ausgetreten ist (obwohl ich Bio-Hackfleisch gekauft habe), aber das ist o.k., weil die Auberginen so lang genug Wasser ziehen konnten.
Wenn das Hackfleisch knusprig genug ist
kommen die Auberginen (vorher Wasser abgießen) und die gewürfelten Tomaten dazu (ich habe sie noch gehäutet, muss aber nicht).
Alles wird dann mit der Brühe und - wer will - mit den passierten Tomaten abgelöscht und mit Oregano und rosenscharfen Paprikapulver gewürzt. Wenn man die passierten Tomaten weglässt, wird es nicht ganz so suppig, ist auch in Ordnung, dann würde ich aber schauen, dass genügend Flüssigkeit drin ist, damit die Auberginen ordentlich durchkochen.
Ich habe das Ganze dann 45 min vor sich hinköcheln lassen (immer mal wieder umrühren), es geht auch mehr - Hauptsache die Auberginen sind weich genug - es gibt nichts Schlimmeres als Auberginen, die nicht richtig weich sind und dann nach alter Pappe schmecken. Dann alles ordentlich mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Ich habe dieses Mal die Pfanne einen Tag vorher zubereitet, das hat dem Geschmack wirklich gut getan, das muss aber nicht.
Und dann haben wir noch Reis dazu gemacht. Zu der Auberginenpfanne gehört noch ein Klecks Naturjoghurt drauf, das gibt so den letzten Kick.
Optisch könnte es besser sein, ist aber lecker - wirklich!







Samstag, 5. Mai 2018

Lasagne-Suppe

Hier kommt nach den ganzen Kuchenrezepten mal wieder was Herzhaftes, dessen Charme darin liegt, dass es alle netten Zutaten einer Lasagen vereint, aber nicht so aufwändig ist und, ich glaube auch, ein wenig schneller geht. Wer in der glücklichen Lage ist, eine Lasagneform zu besitzen, die genau die Maße von drei Lasagneblättern nebeneinander hat oder - wie mein Schwiegervater - den Teig selbst macht und diesen dann nach der Form zurechtschneiden kann, braucht es wahrscheinlich nicht - ich war froh, dass ich es über die Bloglovin-App hineingespült bekam. Hier gibt es ein Original; tatsächlich finden sich ganz viele Rezepte dafür - man muss nur mal drauf kommen.
Ich habe dazu verwendet:
500g Rinderhackfleisch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Italienische Kräuterwürzmischung (oder Pizzagewürz, ansonsten Basilikum, Thymian, Oregano und was sonst noch dazu gehört)
2 EL Tomatenmark
500ml Gemüsebrühe
500ml passierte Tomaten (ich mag die lieber als die Pizzatomaten in der Dose - eigentlich gehören zwei Dosen davon dran) - meine Suppe war ein bisschen flüssig, wahrscheinlich reicht bei passierten Tomaten 400ml Gemüsebrühe
8 Lasagneblätter
150g Saure Sahne
geriebener Parmesan nach Lust und Freude
Olivenöl, Salz und Pfeffer

Und so gehts:
Hackfleisch in einem ausreichend großen Topf in Olivenöl krümelig braten, dann gehackte Zwiebel und Knoblauch dazu und andünsten. Salz, Pfeffer und Kräuterwürzmischung sowie das Tomatenmark dazu.
Dann mit der Gemüsebrühe und den Tomaten ablöschen und auf kleiner Flamme (oder kleiner Stufe) 10 min köcheln lassen.
Anschließend die Lasagneblätter in kleine Stücke brechen und dazu geben und weitere 10 bis 12 min köcheln lassen bis die Lasagneblätter essbar sind. Nochmal abschmecken.
Jetzt kann man entweder die Suppe in Teller füllen und mit einem Klecks saurer Sahne und geriebenem Parmesan hübsch dekorieren (und wenn man will, noch frischen gehackten Basilikum dazu tun).
Oder man macht es wie ich und haut die saure Sahne einfach im Ganzen mit in die Suppe, vermischt sie damit und überlässt es den einzelnen Familienmitglieder, sich so viel Parmesan wie gewünscht drüber zu hobeln.
Leider habe ich diese Suppe nur vorgekocht, damit die Kids und ein zufälliger Besuch was zu futtern hatten und als ich wieder kam, war alles weg. Insofern weiß ich nicht, wie es auf den Tellern ausgesehen hat - muss man halt selbst probieren...









Mittwoch, 12. Juli 2017

Kohlrabi-Möhren-Hackfleisch-Auflauf

Heute mal ein Low-Carb-Rezept, dass ich über Bloglovin von lowcarbkoestlichkeiten.de übernommen habe. Ich probiere ja immer wieder Rezepte aus, die mir so von Bloglovin vorgeschlagen werden, manchmal klingen sie vielversprechender als sie dann schmecken. Das hier fand ich so gut, dass ich es schon drei Mal gemacht habe - und so muss ich es auch hier niederlegen, denn Rezepte auf Papier landen irgendwann im Müll. Low Carb klingt natürlich super und es funktioniert, glaube ich, auch ganz gut, wenn man es schafft, hinterher nicht noch eine Tafel Marabou Apfelsinenkrokant-Schokolade aufzufuttern (übrigens für mich die beste Schokolade überhaupt, die nun auch bei Ikea erhältlich ist, vorher brauchte man Beziehungen nach Schweden oder Mütter, die ab und zu eine Butterfahrt nach Dänemark machen...).
Aber zurück zum Rezept, das übrigens auch - völlig unerwartet und überraschend - J.J. gut fand - ein Kind, dass den Großteil seiner 15 Jahre ohne Aufnahme von Gemüse überstanden und Obst nur gegessen hat, wenn man es ihm in mundgerechte Häppchen schnitt. Pupertät kann auch Vorteile haben...
Nun aber los. Man braucht:
ein paar Kohlrabi (hier aus unserem Garten :-)) - mindestens 2 mittelgroße
ein paar Möhren - mindestens 3 große - Gemüse nehme ich immer so nach Lust und Laune eher mehr als vorgesehen, das kann man machen, wie man will
Zwiebeln - mindestens 2 (auch aus unserem Garten...)
500g Hackfleisch (ich habe Rinderhack genommen - wegen der Kalorien)
100 ml (Koch)Sahne
eine Dose gehackte Tomaten
und als Gewürze:
1 TL Thymian
1 TL Paprika edelsüß
2 TL Curry
2 TL Sojasoße
Salz und Pfeffer
und für ganz oben drauf
150g geraspelter Käse

So gehts:
Salzwasser aufsetzen und Backofen auf 180° vorheizen
Möhren und Kohlrabi schälen und in Scheiben hobeln
Das Gemüse kann dann für 10 min ins kochende Salzwasser.
In diesen 10min kann man die Zwiebel kleinhacken und mit dem Hackfleisch zusammen an- und durchbraten.
Wenn das Hack durch ist, dann kommen die gehackten Tomaten, die Sahne und die Gewürze (Vorsicht mit der Sojasoße) dazu und alles wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die gehackten Tomaten püriere ich gern noch einmal im Smoothiemaker, dann sind die nicht so stückig - tendenziell erhöht das die Toleranz für das Essen bei kindlichen Mit-Essern.
Hackfleisch-Tomaten-Sahne-Mischung aufkochen lassen und in eine Auflaufform geben. Das Gemüse, das inzwischen gegart sein sollte, kommt dazu und wird mit allen vermischt.
Dann kommt der Käse drauf.

Und ab für 15 min in den Backofen. Wenn der Käse hübsch gebräunt ist, raus damit und gegessen.
Die Portion reicht locker für 4 bis 5 kräftige Esser.







Freitag, 27. Februar 2015

Linsen mit Stangensellerie

Ich weiß nicht mehr, woher ich das Rezept habe; es muss aus einer Zeit stammen, in der ich noch eine Biokiste wöchentlich bezogen habe, denn normalerweise käme ich NIE auf den Gedanken, etwas mit Stangensellerie zu kochen. Das ist eine der wenigen Gemüsesorten, die ich überhaupt nicht mag und die ich niemals kaufen würde, aber wahrscheinlich war das mal in dieser Kiste und ich zu geizig zum Wegwerfen. Dabei soll Stangensellerie die Eigenschaft haben, statt Kalorien zuzuführen, welche abzubauen, eignet sich also hervorragend für die Fastenzeit-Diätküche. Nun ja, in der folgenden Variante vielleicht nicht, aber dafür muss man diesen dominanten Geschmack auch nicht wirklich ertragen. Erstaunlicherweise harmoniert Stangensellerie nämlich hervorragend mit Linsen und Joghurt. Dabei ist es eigentlich egal, welche Linsen man verwendet, auch z.B. in einer roten Linsensuppe passt gut zerkochter und deshalb nicht mehr hervorschmeckender Stangensellerie sehr gut. Diese Variante hier ist mit Hackfleisch und damit nicht wirklich ein Fastenessen. Man braucht dazu:
500 g Stangensellerie (so ein Bündel ist meistens schwerer, ich nehme dann den Rest und friere ihn geputzt und klein geschnitten ein - dann muss man nicht jedes Mal welchen kaufen)
300 g Rinderhack (gemischtes Hackfleisch geht auch und es gehen auch mehr als 300 g)
eine Zwiebel
ein Apfel
150 g braune Linsen
600 ml Brühe (Fertigprodukt)
Öl, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
eine Packung Joghurt natur
3 EL geriebener Käse

Gemacht ist es leicht. Ich bereite zunächst immer erst das Gemüse vor, dann muss man nicht fürchten, dass das Hackfleisch verbrennt, während man noch am Sellerieschnippeln ist. Zwiebel und geschälter Apfel werden gewürfelt. Stangensellerie entfasert und in schmale Streifen geschnitten.
Dann in eine tiefen Pfanne Hackfleisch in einem EL Öl bröselig grau braten, Gemüse dazu und mit andünsten. Linsen und Lorbeerblatt hinzufügen und dann alles mit Brühe ablöschen, umrühren. So sieht es aus:

Nun  Deckel drauf und leicht köcheln lassen, mindestens 35 min, ggf. noch mehr - das hängt davon ab, wann die Linsen weich sind, gelegentlich umrühren. Wer gern die Linsen vorher einweicht, hat andere Kochzeiten - ich habe das noch nie gemacht. Es geht auch so.
Am Ende der Kochzeit sieht es dann so aus:
Die Linsen haben die Flüssigkeit aufgesaugt; der Stangensellerie ist weichgekocht.
Jetzt kommt das Beste: Der Joghurt wird mit dem geriebenen Käse vermischt und alles zusammen kommt zum Essen dazu.
Das bindet das Gericht noch einmal und gibt einen hervorragenden Geschmack. Eigentlich sollte man noch salzen und pfeffern, aber ich finde, dass durch die Brühe und den Käse ausreichend Würze am Essen ist.
Es ist ein Essen, was vielleicht auf meinem Foto etwas seltsam aussieht, aber es schmeckt wirklich prima und kocht sich praktisch selbst. Man kann dann noch Baguette dazu essen, aber eigentlich braucht es das nicht wirklich.



Sonntag, 7. Dezember 2014

Börek

Gerichte mit Hackfleisch finde ich grundsätzlich super; ich liebe es, Buletten zu machen, Hackfleischsoßen herzustellen, kleine Fleischklöpse in Suppen zu packen und esse sehr gern auch Bifteki und andere aus anderen Ländern kommende Hackfleischgerichte. Hackfleisch kann man einfach prima verarbeiten und kaum was falsch machen. Herr Ackerbau käme wohl nicht auf den Gedanken, aus Hackfleisch was zu kochen - im Allgäu ist das, glaube ich, nicht so verbreitet wie in Thüringen. Und so ist nicht überraschend, dass ich auch Börek mit Hackfleischfüllung (Schafskäse ist natürlich auch in Ordnung) total gern mag, allerdings kaufe ich die eigentlich nie beim Imbiss um die Ecke - da bin ich mir in Bezug auf die Inhalte auch nicht so sicher. In meiner Kochmeister-App habe ich ein sehr einfaches und sehr leckeres Rezept gefunden (das gibt es auch bei chefkoch.de), das bei der letzten Nikolausfeier in unserer Straße großen Anklang gefunden hat (sonst gab es hauptsächlich Plätzchen, Lebkuchen, Stollen - also wenig echte Konkurrenz, muss man ehrlicherweise sagen).
Man braucht dazu
Yufka-Teigblätter - die gibt es natürlich beim Türken, aber mittlerweile auch in Supermärkten mit Spezialitäten aus anderen Ländern - hier unbedingt darauf achten, die dreieckigen Blätter zu nehmen, ich hatte riesige runde Teigblätter, die ich erst zurechtschneiden musste und das hat die Optik gewaltig getrübt
Rinderhack - eigentlich 300g - da es das nur im 500g-Pack gab, habe ich das verarbeitet, geschadet hat es nicht
eine Packung Feta-Käse
2-3 Zehen Knoblauch
Thymian, am besten frisch, getrockneten etwas vorsichtiger verwenden
viel Petersilie
Olivenöl
Ich habe noch Paprika, die ich im Kühlschrank liegen hatte, dazu genommen - das ist aber optional.

Das Hackfleisch in einer beschichteten Pfanne bröselig braten, mit gepresstem Knoblauch und gehackten Kräutern (Thymian und Petersilie) und ordentlich Salz und Pfeffer vermischen. Ggf. noch die klein geschnittene Paprika dazu. Zum Schluss noch den Feta drüber bröseln, vermischen, anschmelzen lassen. Die Mischung sollte etwas abkühlen.

 Dann die Yufka-Blätter ausbreiten und mit Wasser einstreichen (das macht sie geschmeidiger fürs spätere Rollen).
Wie gesagt - wenn man gleich dreieckige Teigblätter nimmt, spart man sich Arbeit.
Anschließend wird auf die breite Seite ein guter EL Hackfleisch-Käse-Masse gegeben und dann das ganze eingerollt, die Seiten dabei einschlagen. Mit Wasser lassen sich auch die Seiten gut "festkleben", ich habe sie dann sicherheitshalber aber mit der Spitze nach unten gelegt und auch so in die Pfanne getan, dann pappt das durch die Hitze fest.
Zum Schluß werden die gesamten Röllchen in einer Pfanne mit Olivenöl (da muss man dann ab und zu nachfüllen - das Ganze ist nicht gerade fettarm, aber Olivenöl ist ja "gutes" Öl ;-)) gut ausgebacken bis sie gebräunt sind.
VORHER:
NACHHER:
Optisch lassen sie zu wünschen übrig, geschmeckt haben sie. Da Börek auch kalt gut schmecken, sind sie wirklich auch ein gutes Mitbringsel für Partys (allerdings nicht für Grillpartys - es sei denn, das sind solche Gemüse-Grill-Partys - aber bei so was war ich noch nie und wahrscheinlich sind dann Hackfleischbörek auch nicht die richtig gute Idee).