Sonntag, 2. Oktober 2022

Jerusalem Bagel und Auberginen-Dips

 Wir waren jetzt ein paar mal in Berlin in israelischen Restaurants, wo es als Vorspeise Jerusalem Bagel gab. Meistens hätte diese Vorspeise auch schon genügt. Ich habe mich gefragt, ob man das auch zuhause hinbekommt. [Spoiler: Man bekommt es hin.]



Das Internet ist hier hilfreich. Für den Jerusalem-Bagel habe ich mich lose an diesem Rezept orientiert. 

Für den Teig

800 g 550er Weizen-Mehl

1 Hefewürfel

15 g Salz

20 g Zucker

50 ml Olivenöl

400 ml Wasser

 später: Sesam (mindestens 200g)

Man vermischt Hefe, Salz, Zucker mit dem warmen Wasser und arbeitet nach und nach das Mehl ein. Währenddessen fügt man das Olivenöl zu. Die Rezepte sehen alle deutlich mehr Zucker vor, aber ich kippe nicht 50 g Zucker in Weißbrotteig. Der Teig soll gleichmäßig und einheitlich sein (je nach Bedarf mehr Wasser oder Mehl dazugeben). 

Den Teig abgedeckt gehen lassen (damit er nicht klebt, gerne noch etwas Olivenöl in die Schüssel). Er sollte sich mindestens verdoppeln, wenn man ihm ein paar Stunden Zeit lässt, schadet das sicher nicht.

Wenn der Teig gegangen ist, tennisballgroße Kugeln formen und erst einmal ruhen lassen. (Mit der angegebenen Menge sollte man 6-8 Bagel machen können.)   

Eine Kugel nehmen, mit zwei Fingern ein Loch in die Mitte des Teiges stoßen. Die Finger der anderen Hand dazu nehmen und den Teig drehen und dabei nach und nach ausweiten, bis sich ein möglichst gleichmäßiger Ring ergibt. (Auf dem Video kann man sehen, wie man das macht,)

Die Ringe dann kurz in eine Schale mit kaltem Wasser legen und dann von beiden Seiten auf einen Teller mit Sesam. Den Bagel dann auf ein Backblech mit Backpapier legen und noch einmal 10 Minuten ruhen lassen. 



Den Ofen auf 200 Grad (Umluft) heizen und für 15-20 Minuten backen. Der Bagel sollte aufgehen und leicht gebräunt sein. Noch einmal mit Olivenöl einstreichen. 

***

Den Bagel kann man mit allen Dips essen, hier soll es aber zwei Auberginen-Vorspeisen geben. Ich neige mein Haupt vor dem Youtube-Channel Hungry Man Kitchen, der ein sehr gutes und einfaches Rezept veröffentlicht hat, an das ich mich weitgehend gehalten habe. 

Ich habe Baba Ganoush und Mutabbal  gemacht. Beide Vorspeisen basieren auf gegrillten Auberginen. 

Wir brauchen 

4 mittelgroße Auberginen 

für Baba Ganoush:

eine Fleischtomate

eine rote Paprika

eine grüne (nicht zu scharfe Chili)

eine halbe rote Zwiebel

eine Zitrone

Salz, Pfeffer, Cumin, Knoblauch, Olivenöl

Grenadine-Sirup (ich habe Dattelsirup genommen) 

frische Petersilie

 

für Mutabbal:

40 g Tahin-Paste

eine Zitrone

Knoblauch, Salz

Granatapfelkerne

Sumak (Gewürz, wenn zur Hand)

 

Man heizt den Ofen auf 240 Grad Umluft,  nimmt die Auberginen auf ein Backblech mit Backpapier. Die Auberginen unbedingt anstechen, sonst explodieren sie einfach (fragt nicht, woher ich das weiß). Wenn man Baba Ganoush machen will, legt man Paprika, Chili und Tomate dazu. Die Aubergine braucht etwa 20 Minuten, das andere Gemüse etwas kürzer. 

Man schneidet von den Auberginen den Stumpf ab und entfernt die Haut. Das Fleisch wird mit einem Messer in kleine Stücke geschnitten. Wenn man Baba Ganoush und Mutabbal machen will, verteilt man die Masse auf zwei Schüsseln. 



Für Baba Ganoush entfernt man Haut und Kerne von Paprika und Chilies, sowie die Haut von den Tomaten und schneidet das Fleisch in grobe Stücke und gibt es zu den Auberginen. Dazu presst man noch zwei Knoblauchzehen, eine fein gewürfelte halbe rote Zwiebel, zwei Teelöffel Salz, ein Teelöffel gemahlenen Kreuzkümmel, den Saft einer halbe Zitrone, 20 ml Olivenöl und mischt das Ganze durch. 

Man verteilt das ganze auf einer flachen Schale, verteilt etwas Grenadine-Sirup (oder Dattel-Sirup) und gehackte Petersilie darüber. 

***

Mutabbal

Man nimmt eine Knoblauchzehe und zerstößt sie mit einer großen Prise Salz in einem Mörser, bis sich eine Paste ergibt. Diese Paste vermischt man mit dem Saft einer Zitrone und einem Esslöffel Kreuzkümmel. 5 Minuten stehen lassen, danach mit der Auberginenmasse vermischen. 

30 g Tahin-Paste mit etwas Wasser vermischen und zu der Auberginenmasse geben. Auf einer flachen Schale verteilen. Olivenöl darauf verteilen, mit etwas Sumak und Pfefferminzblättern und Granatapfelkernen bestreuen (wahrscheinlich würden auch Dattel-Sirup und Pistazien gut passen).

 

Dauert alles ein bisschen, aber ist letztlich gar nicht so aufwendig.

Mittwoch, 28. September 2022

Spaghettikürbis gefüllt

 Vor einigen Jahren waren wir - damals noch mit den Kindern - beim Kürbisfest in Klaistow, dort ist eigentlich ein Spargelhof, aber das Konzept ist so ähnlich wie bei Karls Erdbeerhof, regionale Landwirtschaft und Produkte mit Kinderspektakeln zu verbinden und das Ganze immer angepasst an die Jahreszeit. Das ist ganz nett, man kann Schmalzstullen essen, die dicksten Kürbisse Deutschlands und Brandenburgs bewundern und anschauen, welche Figuren man aus verschiedenen Kürbissen zusammenbauen kann. Was uns aber vor allem von Anfang an fasziniert hat, waren die hunderte verschiedene Kürbissorten - inzwischen weiß man ja, dass es mehr gibt als Hokkaido und Butternuss und diese Dinger, die zu Halloween ausgehöhlt werden, aber damals kannte ich da wirklich wenig. Jedenfalls haben wir dort den Spaghettikürbis entdeckt, dessen Fleisch - so die Beschreibung - nach dem Kochen lange Fäden zieht, wie Spaghetti halt. Ich habe eine Weile gebraucht um rauszukriegen, wie man ihn zubereitet und zwar so, dass er auch schmeckt. Und mein Favorit kommt heute hier. Übrigens gibt es Spaghettikürbisse inzwischen sogar im Kaufland, die sind also wirklich kein Geheimtipp mehr. 

Man benötigt für das Rezept, das übrigens absolut variabel ist - das wichtigste ist der Anfang, dass man die Kürbisse gut hinkriegt:

Spaghettikürbisse - ich habe zwei gehabt, einer geht auch oder auch drei - erfahrungsgemäß ist eine Hälfte ausreichend zum Sattwerden

Für die Füllung - die Menge variiert je nachdem wie viele Kürbisse man füllen will
eine Zwiebel
zwei bis drei Knoblauchzehen
Spinat 300 bis 500g - hier tiefgefroren
(optional Champignons)
Frischkäse
Zum Gratinieren
geriebenen Käse und geröstete Pinienkerne

Das Schwierigste an dem Rezept ist der Anfang. Man muss nämlich die zwei Kürbisse in zwei Hälften teilen. Die Schale ist ziemlich hart und man braucht Kraft und ein gutes Messer. Ich versuche immer zuerst den Strunk abzuschneiden und dann den Kürbis senkrecht zu teilen.

Dann müssen die Kerne mit einem Löffel herausgekratzt werden. Den Ofen kann man schon mal auf 200° vorheizen.

Die Schnittflächen werden mit Olivenöl eingepinselt - wenn man will, kann man auch dieses mit Salz, Pfeffer, Kräutern mischen und dann einpinseln.
Die Kürbisse werden nun auf ein Backblech (Backpapier oder -folie nicht vergessen) mit der Schnittseite nach unten gelegt und kommen für ca. 30 min in den Backofen.

In der Zwischenzeit kann die Füllung vorbereitet werden. Klein gehackte Zwiebeln und Knoblauchzehen im Olivenöl anschwitzen und den Spinat dazu tun (damit er auftaut, frischer Spinat geht natürlich schneller).

Nebenbei können die Pinienkerne angeröstet werden.
Wenn der Spinat aufgetaut ist, können - wenn man möchte - auch noch geschnittene Champignons dazu und diese mit gegart werden. Wenn alles gut durch ist, kommt der Frischkäse dazu und alles wird gut und kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Inzwischen sollten die Kürbisse fertig sein. Sie kommen aus dem Ofen, werden umgedreht (Vorsicht heiß!) und mit zwei Gabeln zieht man das nunmehr weiche Kürbisfleisch spaghettimäßig in Fäden.

Die Kürbisse werden dann mit der Füllung befüllt...
... und mit dem geriebenen Käse und den gerösteten Pinienkernen garniert.
Das Ganze kommt dann nochmal für  ca.15min in den Ofen. Man löffelt dann die Füllung mit den Kürbisfleisch aus der Schale, die nicht essbar ist.

Man kann Spaghettikürbisse auch auf andere Weise befüllen - lecker ist es auch, wenn man das zerteilte Fleisch einfach mit ordentlich Knoblauchbutter einpinselt und kurz mit Käse überbackt, da passen auch angeröstete Schinkenwürfel dazu. Oder man nimmt statt Spinat nur Champignons oder auch Mangold. Vielleicht geht es auch mit Hackfleisch - dann passt das Label vegetarisch nicht mehr...





Samstag, 10. September 2022

Pflaumenkuchen mit Streuseln

 Herbstzeit ist Pflaumenzeit. Dabei mag ich die gar nicht besonders, weil sie mich immer an dieses eingekochte Kompott erinnern, was es früher als Nachtisch gab. Aber die Nachbarin hatte einen übervollen Baum und uns einfach ein paar Kilo an die Tür gehängt und wegwerfen kann man die ja dann nicht. Pflaumencrumble geht immer, das ist schnell und lecker, aber auch in eine Auflaufform geht nur eine begrenzte Menge. Also youtube durchgescrollt und dann ein Rezept gefunden, das wirklich sehr gut ist - so gut, dass ich sogar Pflaumen gekauft habe, um den Kuchen mehrmals zu backen. Er ist nicht schwer, die Mühe liegt allein im Entkernen der Pflaumen und im Mürbeteig kneten. Wie so oft bestehen Boden und Streusel aus dem gleichen Teig.

Man braucht dafür:

800 bis 1.000g Pflaumen 
Für den Mürbeteig:
300g Mehl
150g Zucker
150g Butter 
Prise Salz
1 Packung Vanillezucker
optional: 1 Ei - ich nehme das immer, weil mir sonst der Teig zu bröselig ist und nicht richtig zusammenhält. Wahre Mürbeteighersteller*innen kriegen das wahrscheinlich auch ohne hin.
Für die Vanillecreme
200g Schmand (wenn man den im 250g Becher hat, kann man den auch nehmen)
250g Quark (gern den 20%igen)
1 Packung Vanillepudding
80 bis 100g Zucker

Dann geht es los. Die Zutaten für den Teig verkneten. Beim Mürbeteig ist es immer besser, wenn die Butter nicht zu flüssig ist. Ich fülle Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine Schlüssel verrühre die mit dem Löffel und füge dann die Butter in kleinen Stückchen dazu. Danach muss man mit den Händen kneten - so lange bis sich alles miteinander vermischt hat. Wenn es dann noch zu bröselig ist, kann man ein Ei dazufügen, dann pappt alles besser zusammen. Es sollte am Ende eine Kugel Teig sein.
Vorher

Nachher

Dann wird der Teig in zwei Teile - etwa gleich groß - geteilt und der Teil, der für den Boden gedacht ist, wird in Folie eingewickelt und eine Viertelstunde im Kühlschrank gekühlt.
Jetzt hat man Zeit, die Pflaumen zu entkernen - zwei Hälften schneiden und Kern raus. Ofen auf 180° vorheizen (Ober-/Unterhitze oder Umluft).

Und man kann die Vanillecreme aus allen Zutaten zusammenrühren.
Eine Tarteform sollte gut eingefettet und eingemehlt werden, man kann auch eine Springform nehmen, maximal mit 26cm Durchmesser.
Der gekühlte Teig wird in diese Form gepresst. Am besten geht das mit den Händen - einfach den Teig an verschiedenen Stellen verteilen und dann platt drücken. Am Rand den Teig ein bisschen hochziehen.
Vorher

Nachher
Dann wird die Vanillecreme auf dem Boden verteilt.
Die Pflaumen darauf gepackt...

und alles mit den Streuseln bedeckt, die aus der zweiten Teighälfte kommen.
Der Kuchen kommt dann bei 180 Grad für etwa 40min in den Ofen - eigentlich Ober- und Unterhitze, aber ich backe alles mit Umluft. Geht beides. 

Die Streusel sollte gut gebräunt sein. Ich lasse den Kuchen immer gut abkühlen, weil die Vanillecreme sonst zu wabbelig ist, aber wahrscheinlich kann man den auch warm mit Schlagsahne essen.



Samstag, 4. Juni 2022

Tofu-Hack

Ich bin kein besonderer Freund von Fleischersatz, aber ab und zu passt es bei vegetarischen Gerichten. Auf diese Zubereitungsart bin ich auf dem empfehlenswerten Youtube-Channel von Wil Yeung, Yeung Man Cooking, gestoßen. Geht schnell, schmeckt gut, und ist definitiv günstiger als die ganzen Fleischersatzprodukte.

Man braucht

400g einfaches Tofu

1 kleine Zwiebel

3 Frühlingszwiebeln (können auch durch eine weitere Zwiebel ersetzt werden)

2 Knoblauchzehen

2-3 mittelgroße Tomaten, kleingeschnitten

1 kleine Chili-Schote (wenn man mag)

Sojasauce

Teriyakisauce



Man schneidet Zwiebeln, Knoblauch und Chili klein und dünstet sie in Pflanzenöl an, dass sie weich, aber nicht braun werden. Währenddessen zerbröselt man den Tofu in kleine Krümel.



Man kippt den Tofu in die Pfanne, man kann jetzt die Hitze erhöhen, der Tofu hat noch Flüssigkeit, das brennt nicht an. Man gibt dann die klein geschnittenen Tomaten dazu, sowie Soja- und Teriyakisauce (nicht zu sparsam sein, aber am besten probieren, wie würzig man es gern hat). Das ganze auf hoher Hitze noch 10 Minuten kochen lassen, ab und zu rühren, die Flüssigkeit sollte sich reduzieren. Das Ganze darf dann auch ruhig ein bisschen ansetzen.



Man kann das für alle Gemüsegerichte nutzen, ggf. auch einfach noch passierte Tomaten dazu, ein bisschen reduzieren lassen, dann hat man eine schöne Tomatensauce.

Sonntag, 6. März 2022

Auberginen-Kartoffel-Auflauf

Dass ich eine gewisse Affinität zu Auberginen habe, ist, glaube ich, an den Rezepten der letzten Zeit deutlich geworden. Hier ist ein weiterer Auflauf, den ich und der Rest der Familie großartig finden und für den ich inzwischen eigentlich kein Rezept mehr brauche, sondern ihn einfach so mache. Wo das Ursprungsrezept herkommt, weiß ich leider nicht mehr - ich glaube, es war mal irgendwas auf youtube, das mit "Sie werden Ihre Auberginen nie mehr anders essen..." oder so ähnlich los ging. Der Auflauf ist nicht schwierig, allerdings braucht man ein bisschen Zeit. Man kann ihn aber gut vorbereiten und dann später in den Ofen schieben. Und man braucht viel Olivenöl...

Man benötigt folgende Zutaten - die Menge ist variabel, es kommt darauf an, wie viel Leute man mitessen und/oder wie groß der zur Verfügung stehende Auflauftopf ist:


Zur Vorbereitung:

zwei bis drei  Auberginen (oder mehr)
ein Kilo Kartoffeln (oder mehr) - dazu
200ml Olivenöl (ggf. mehr)
Salz, Pfeffer, getrocknete Kräuter (Pizzakräuter oder Kräuter der Provence), ggf. Knoblauchpulver

Für die Tomatensoße

zwei bis drei Zwiebeln
drei bis vier Knoblauchzehen
1 gestrichener TL Zucker
2-3 EL Tomatenmark
800ml passierte Tomaten (ggf. mehr)
Salz, Pfeffer, Kräuter

Für Zwischendrin und Obendrauf

zwei bis drei Kugeln Mozzarella 
100g geriebener Parmesan

Ofen auf 200° Umluft vorheizen.

Man beginnt mit den Auberginen, die in Scheiben ca. 0,5 bis 1cm dick geschnitten und auf ein mit Backpapier ausgelegtes und mit Öl eingepinseltes Blech legt (das Öl auf dem Backpapier verhindert das Anbacken, ich habe es auch ohne ausprobiert, mit geht es besser):

Bei vier Auberginen hat man zwei Bleche
Aus dem Olivenöl, Salz, Pfeffer, Kräutern und ggf. Knoblauchgranulat wird eine Marinade gemischt, 
mit der die Auberginenscheiben großzügig eingepinselt werden. 
Dann kommen die Auberginen für 30min in den vorgeheizten Ofen. Bei einem Umluftherd können zwei Bleche gleichzeitig rein, ansonsten dauert es wohl noch länger...
Als nächstes werden die Kartoffeln geschält und in Scheiben (ca. 0,5cm) geschnitten. Das kann man mit dem Messer, einer Küchenmaschine oder einer Mandoline machen.
Die Kartoffeln kommen ebenfalls ausgebreitet auf ein Backblech, das mit Backpapier belegt, das mit Öl eingepinselt ist und werden ebenfalls mit der Marinade bestrichen.
Ich habe in dem Auflauf gern noch Zucchini, die ich wie die Kartoffeln behandele. Die sind aber nicht zwingend, man kommt auch gut ohne zurecht.
Inzwischen sollten die Auberginen fertig sein, 
(Mangels Ausstattung brauchte ich die Bleche von den Auberginen, bevor ich die Kartoffeln darauf tun konnte - wer mehr Bleche hat, kann natürlich parallel arbeiten).

und man kann die Kartoffeln (hier ebenfalls auf zwei Blechen) in den Ofen schieben, für etwa 25min.

Falls die Auberginen noch nicht fertig sind, kann man mit der Tomatensoße schon mal anfangen (oder dann halt später). 
Hierfür hackt man Zwiebeln und Knoblauch klein und lässt sie in Olivenöl glasig dünsten, dann kommt ein gestrichener TL Zucker darauf, der die Zwiebeln leicht karamellisieren lässt und den Geschmack der Tomatensoße sehr verbessert. 
Anschließend kommt das Tomatenmark dazu und wird leicht mit angeröstet.
Zum Schluss kippt man die passierten Tomaten dazu - ich fülle die Flasche immer noch einmal zu zwei Dritteln oder vollständig mit Wasser aus, spüle sie damit aus und schütte das Ganze dann dazu. Dann hat man mehr Soße und das passt gut. 

Mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen und etwa 30min köcheln lassen, immer mal umrühren.
In der Zwischenzeit dürften auch die Kartoffeln, ggf. Zucchini fertig sein.

Die knusprigeren Kartoffeln schmecken wie Kartoffelchips und werden gern auch so weggeknuspert.


Wenn alles fertig ist, wird der Mozzarella geschnitten und der Parmesan gerieben und dann geht es ans Einschichten, am besten in eine geölte Auflaufform.
Zuerst kommen eine Schicht Auberginen, dann eine Schicht Kartoffeln und dann die Hälfte der Tomatensoße darüber und die erste der Mozzarellakugeln (oder noch mehr) darüber.
Dann die nächste Schicht Auberginen - Kartoffeln (jetzt ggf. Zucchini)

und der Rest der Tomatensoße. 

Das Ganze wird mit der zweiten Mozzarellakugel und dem Parmesan abgeschlossen und kommt dann für ca. 20min in den Ofen.

Wenn das oben drauf schön gebräunt und knusprig aussieht, ist der Auflauf fertig. Die Zutaten sind ja eigentlich alle schon durch, der Aufenthalt im Ofen dient vor allem dafür, dass der Käse schmilzt.
Das sieht auf dem Bild etwas verbrannt aus, war es aber nicht - die Beleuchtung sollte besser sein...


Sonntag, 6. Februar 2022

Auberginen Curry

Currys sind etwas, was wir noch gar nicht so lange auf dem Speiseplan haben. Lange haben die Kinder die Gewürze nicht gemocht und das Gemüse schon gar nicht. Aber vor ein, zwei Jahren hat sich das geändert - mir kommt es so vor, als sei es mit dem Lockdown gekommen, wir haben jeden Tag gekocht, es brauchte mehr Abwechslung, die Kinder fanden das alles inzwischen gut und so gab es plötzlich regelmäßig Currys. Abgesehen davon - ein Curry ist ein wirklich gutes Gericht, um den Kühlschrank aufzuräumen. Eigentlich ist Herr Ackerbau für die Zubereitung von Currys verantwortlich, es gibt nur eines, das ich regelmäßig mache und das mit seinen mithalten kann. Ich habe es über Pinterest bei ellerepublic gefunden. Es dauert ein bisschen länger, weil man die Auberginen, die hier sehr wichtig sind, eine Stunde im Ofen rösten muss, aber ansonsten ist es nicht ganz so schwer.

Man beginnt am besten mit den Auberginen. Zwei große oder drei mittlere, je nachdem wie viel man will:

Diese werden gewaschen und mit einer Gabel rundherum eingepikst und dann kommen sie für ca. eine Stunde bei 180° (Umluft) in den Ofen. Sie sehen nach einer Stunde dann so aus:

Jetzt ist es gut, sie abkühlen zu lassen, dann lassen sie sich besser weiter verarbeiten.
Für das Curry braucht man:


2 EL Kokosöl
zwei mittlere Zwiebeln und drei/vier Knoblauchzehen - beides gehackt
1-2 EL Tomatenmark
1 EL frischen Ingwer, klein gehackt oder gerieben (inzwischen gibt es frischen Ingwer auch in Würfeln tiefgefroren, der ist auch ziemlich gut, vor allem, wenn man nicht regelmäßig Ingwer verarbeitet)
2 TL Garam Masala
2 TL Kreuzkümmel gemahlen (Cumin)
1 TL Kurkuma gemahlen
Chilipulver nach Geschmack
3-4 Tomaten (ich habe pürierte Tomaten - 400ml genommen)
eine Dose Kokosmilch
200g gefrorene Erbsen (mehr oder weniger geht auch - je nach Geschmack, es geht natürlich auch Dosengemüse)
gerösteten Auberginen klein geschnitten
Salz und Pfeffer

Da ich Curry mit viel Gemüse mag, habe ich noch
3 Karotten klein gewürfelt
200g gefrorene grüne Bohnen (auch hier gehen Dosengemüse oder frische grünen Bohnen) und
eine Dose Kichererbsen 
dazu getan. Optional gehen auch Blumenkohl- oder Brokkoliröschen, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Kürbis... was halt weg muss
Und ich mag Cashewkerne am Curry, die habe ich auch noch dazu getan.

Am besten man schneidet das Gemüse vor, dann geht alles schneller:
Hier Zwiebeln und Knoblauch, Karotten und Ingwer
Wenn die Auberginen gut abgekühlt sind, kann man den Stielansatz abschneiden und sie dann praktisch mit der Hand schälen:
noch mit Schale - die kann man notfalls ein bisschen einschneiden

Ohne Schale

Und dann gewürfelt
Dann geht es los:
2 EL Kokosöl in einer tiefen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten.
1-2 EL Tomatenmark dazu, das mit anrösten. Dann kommen die Gewürze - der geriebene/gehackte Ingwer, 2 TL Garam Masala, 2 TL Kreuzkümmel, 1 TL Kurkuma, ordentlich Chili dazu (und, wenn man will, die Karottenwürfel, wenn man Kartoffeln oder Süßkartoffeln hat, würde ich die auch an dieser Stelle dazu tun).
Anschließend die klein geschnittenen Tomaten bzw. die pürierten Tomaten. Alles fünf bis sechs Minuten köcheln lassen. Dann die Dose Kokosmilch dazu und alles aufkochen lassen.

Anschließend kommen die Erbsen und die geschnittenen Auberginenwürfel und, wenn man will, die Bohnen und/oder Kichererbsen und/oder anderes Gemüse dazu.

Das macht optisch schon was her und sollte gut 15-20min vor sich hin köcheln, weil ja die Erbsen und Bohnen auftauen und gut heiß werden müssen.

Wenn man will, das Ganze noch mit einer guten Handvoll Cashewkerne verfeinern.
Alles gut verrühren und nochmal 5min köcheln. Dann Salz und Pfeffer nach Geschmack, ggf. noch ein bisschen mit Garam Masala, Kreuzkümmel oder Chili abschmecken und es ist fertig.
Ich habe Butterreis dazu gemacht - es geht aber auch normaler Basmatireis oder auch nur Brot dazu. Wenn man Kartoffeln mit ins Curry schnippelt, braucht man auch gar keine Beilage.