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Sonntag, 19. Dezember 2021

Linsensalat mit Forellenfilet

 Herr Ackerbau hat bei youtube Akis Petretzikis, einen griechischen Foodblogger und Koch entdeckt (nett anzuschauen ist er auch ;-)) - der macht zunächst das, was alle Köche auf youtube tun, nämlich kochen und sich dabei filmen lassen. Aber er ist auch durch Griechenland gereist und hat dort nicht nur die wunderschöne Landschaft Griechenlands gefilmt, sondern auch die regionale Küche entdeckt, in den Restaurants verkostet oder selbst Sachen gekocht (hier die erste Folge). Es gab zwei Rezepte, die uns sofort angesprochen haben und eines davon ist der Linsensalat, den er mit geräuchertem Forellenfilet, das er von einer regionalen Fischfarm bekommen hat, aufpeppt. Da er diesen Salat irgendwo an einem Fluss zubereitet und die Mengenangaben nicht mit geliefert werden, habe ich es einfach so versucht - hier im Rezept steuere ich noch ein bisschen nach. Der Salat macht was her, weil er aus dreierlei Linsensorten besteht und sehr frisch schmeckt. 

Man braucht dazu:


Je 100g braune, rote und schwarze (Beluga) Linsen 
Olivenöl
eine Biozitrone (hier braucht man Zesten von der Schale, deswegen Bio) und deren Saft
eine Biolimette (wie eben) und den Saft der halben Limette
250-300g kleine Tomaten (hier kann man gelbe und rote Cocktailtomaten nehmen, muss aber nicht, ist nur wegen der Optik)
eine rote Zwiebel (die ist original nicht dabei gewesen, aber ich fand, die passte gut)
Forellenfilets - hier habe ich zwei Packungen genommen à 125g
Salz, Pfeffer, Chili, frische Pfefferminze und frisches Basilikum

Zunächst werden die Linsen gekocht - die Kochzeit ist unterschiedlich lang, deswegen nicht alle zusammen kochen. Die roten Linsen brauchen meist nicht mehr als 10min, die braunen etwa 25 und die Belugalinsen zwischen 30 und 35min.
Die roten waren einen Tick zu lang drin und die Menge stimmt nicht ganz, 100g pro Sorte reicht.

Dann werden 
- die Linsen zusammengekippt, 


- die rote Zwiebel in Ringe geschnitten 
- die Tomaten halbiert (oder geviertelt, je nachdem wie groß sie sind)
- von der Zitronen- und der Limettenschale Zesten gezogen (wenn man keine Zestenreißer hat, kann man auch mit einem Sparschäler die Schale schälen und die dann klein schneiden).
Alles wird vermischt und mit ordentlich viel Olivenöl begossen. Dann kommt der Zitronen- und der Limettensaft dazu, Pfefferminze und Basilikum werden klein geschnitten dazu getan und dann alles mit Pfeffer, Salz und Chili gewürzt. 
Zum Schluss wird das Forellenfilet zerrupft und in dem Salat verteilt.







Samstag, 27. Juni 2015

Quiche mit Broccoli und Lachs

Als ich (vor langer Zeit) in Frankreich studiert habe, habe ich mit meiner lieben Freundin B. aus Graz sehr oft Quiche Lorraine gegessen/selbst gemacht, was vor allem daran lag, dass es dort in den Supermärkten vernünftigen Quiche-Fertigteig gegeben hat. Den Teig selbst zu machen hatte ich keine Lust und so hat meine Begeisterung fürs Quiche-Selbermachen nach meiner Rückkehr nach Deutschland merklich nachgelassen, denn es gab hier keinen entsprechenden Fertigteig. Das hat sich vor ein paar Wochen geändert, wahrscheinlich gibt es den schon länger und ich habe einfach nicht mehr darauf geachtet, jedenfalls war ich jetzt bei Edeka fündig - dort gibt es fertigen Quicheteig, der sehr gut ist. Und statt Quiche Lorraine, die ja viele kennen und gut machen, habe ich einen neuen Favoriten: die Broccoli-Lachs-Quiche, die sehr viel her macht und das ist ja immer gut, vor allem wenn man sie irgendwo mit hin nimmt oder das Partybuffet selbst damit bestückt; das Grundrezept stammt von der Kochmeister-App.
Man benötigt dazu:
einen frische Quiche-Teig (man kann den natürlich auch selbst machen, dazu gibt es sicher auch ein Rezept im Internet...)
einen Kopf Broccoli
250 g Schmand (oder Creme fraiche oder Sauerrahm)
2 Eier
1 TL Zitronensaft
150g Räucherlachs
geriebenen Käse
Dillspitzen bei Bedarf
zusätzlich wenn gewünscht: Krabben oder Shrimps
Salz, Pfeffer

Der Quiche-Teig kommt in eine Tarteform und wird ein paar Mal mit einer Gabel eingestochen.
Den Broccoli putzen in Röschen teilen und kurz in kochendem Salzwasser blanchieren und dann gut abgetropft auf dem Boden verteilen.
Den Lachs in Fetzen reißen und locker darüber verteilen, wer will, kann auch noch Krabben oder Shrimps darüber geben.
Den Schmand mit den Eier verrühren,  mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen, Dill zugeben. Die Mischung über den Broccoli- Lachs-Boden verteilen und den Käse oben drauf geben.
Überlappenden Teil des Teiges locker umklappen.
Dann kommt alles bei etwa 180° Umluft für 15min (oder mehr) in den Backofen bis alles goldbraun gebacken ist.
Dummerweise habe ich vergessen, ein Foto mit der fertigen Quiche zu machen, weil der Besuch kam, ich alles schnell aufschneiden musste und die Quiche in Nullkommanix verschwunden war. Da diese aber zum Standardrepertoire gehört, wird das Foto dann beim nächsten Mal nachgereicht.


Thunfischsalat/-creme

Ich bin ein großer Anhänger des Thunfischsalates bzw. einer Thunfischcreme, die man sich so auf ein frisches Weißbrot schmieren kann. Ich habe verschiedenste Sorten, verschiedenste Marken durchprobiert und so richtig gut fand ich eigentlich keine. Abgesehen davon, dass die Zutatenlisten in diesen Fertigsalaten immer gruselig sind. Nun habe ich das (für mich) perfekte Rezept gefunden - einfach, schnell zuzubereiten und einfach sehr lecker. Sicher auch ausbaufähig, wenn man mehr als die Grundzutaten haben möchte. Es stammt von K., die die Cafeteria des Romain-Rolland-Gymnasiums in Berlin-Reinickendorf seit einiger Zeit leitet; ich arbeite da von Zeit zu Zeit mit, weil die Cafeteria auf die ehrenamtliche Mitarbeit von Eltern angewiesen ist. Und so bin ich zu diesem Rezept gekommen.
Man benötigt dazu:
eine Packung (Kräuter)Frischkäse
eine kleine, klein gehackte Zwiebel
eine Dose Thunfisch im eigenen Saft
einen EL Naturjoghurt
ordentlich Petersilie, klein gehackt - Menge je nach Geschmack
Salz und Pfeffer

Zutaten alle miteinander vermischen, Thunfisch mit der Gabel zerdrücken, mit dem Joghurt gewünschte Konsistenz erzeugen und mit Salz und Pfeffer würzen - Fertig.
Es ist wirklich ganz einfach, man kann es auch gut zu einer Party mitnehmen. Wer will kann noch Mais und/oder klein geschnittene rote Paprika und/oder Dosenerbsen oder was immer man da noch rein machen kann dazu tun. Dann lässt die Creme sich aber nicht mehr so gut aufs Brot schmieren...
So sieht sie aus:
So auf dem Bild sieht sie ein bisschen komisch aus, aber sie ist wirklich lecker - versprochen!


Sonntag, 4. Januar 2015

Fischfilet mit Zitronen in Weißweinsauce

Ich verdanke Jamie Oliver dieses Rezept; eine einfache Art, Fisch zuzubereiten, aber raffiniert genug, dass man's auch als Festtagsessen nehmen kann.

Man braucht:

- Fischfilet, es geht eigentlich jeder weißfleischige Fisch (wir hatten Viktoriabarsch)
- ungespritzte Zitronen
- Kapern
- Garnelen
- Olivenöl
- ein Glas Weißwein

Fischfilet säubern, pfeffern, salzen. In eine feuerfeste Form mit etwas Olivenöl legen. Über den Fisch dünne Zitronenscheiben legen und Kapern streuen. Oliver legt noch Sardellen dazu, ich finde Garnelen besser. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen, die zugedeckte Form für etwa 20 Minuten im Ofen lassen. Nach 15 Minuten etwas Wein und ggf. etwas Zitronensaft dazu geben.

Dazu passt Reis.

(Kein Foto vom fertigen Gericht, wird bei Gelegenheit nachgereicht.)

Sonntag, 21. Dezember 2014

Lachs Italia

Das folgende Rezept wurde uns von meinem Schwiegervater empfohlen, der sehr gern Kochsendungen unterschiedlichster Art schaut und dieses Rezept wohl in einer Art "Prominente benennen ihr Lieblingsessen" mitgeschrieben hat.* Das Rezept ist angeblich das Lieblingsessen von Thomas Anders von Modern Talking (oder auch Dieter Bohlen - hier ist die Erinnerung nicht mehr ganz eindeutig). Trotzdem ist es ein super Rezept, gut zu machen und auch gut, wenn man Besuch bekommt.
Man benötigt:

Nudeln (Tagliatelle oder Spaghetti) - da ich unmittelbar vorher bei Mitte Meer einkaufen war, gab es lange Tintenfischspaghetti
Lachsfilet (tiefgekühlt oder frisch)
Zitrone
Basilikum
eine Schalotte (fehlt auf dem Bild)
200ml Sahne
50ml Weißwein
Seelachsschnitzel
Parmesan
(Die Mengenangaben können variieren - je nachdem wie viel man kocht. Für zwei Personen nehme ich normalerweise zwei Lachsfilets und die oben genannte Menge an Flüssigkeit - aber wir sind auch gute Esser...)

Und so gehts:
Lachsfilet (ggf. aufgetaut) in mundgerechte Stücke schneiden. Salzen und mit dem Saft einer Zitrone und kleingehackten Basilikum marinieren. Sollte mindestens eine Stunde stehen, geht auch länger.
Nudelwasser mit Salz und einen Schuss Olivenöl aufsetzen.
In einer beschichteten Pfanne Olivenöl erhitzen und kleingeschnittene Schalotte andünsten. Mit Weißwein ablöschen, Sahne und Pfeffer dazu und eine guten Esslöffel von diesem Seelachsschnitzel (alternativ kann man wohl Paprikapulver nehmen, das habe ich aber noch nicht gemacht und ich finde, dass dieses komische Zeug aus dem Glas, dessen Verwendung mir immer schleierhaft war, dafür sehr gut passt). Das ganze sollte jetzt so eine Viertelstunde vor sich leise und sanft dahin köcheln. Dann kann der Lachs mit seiner gesamten Marinade dazu und dort gut durchziehen. Zwischendurch sollte das Nudelwasser kochen und die Nudel können gekocht werden.
Zum Binden der Soße wird fein geriebener Parmesan genommen - je nach Geschmack mehr oder weniger. Salzen würde ich ganz zum Schluss, da der Lachs, die Seelachsschnitzel und der Parmesan schon salzig sind und ehe man das Ganze versalzt...
Alles auf einen Teller packen
und essen. (Ich muss unbedingt bessere Fotos machen - eigentlich ist das mehr rötlich...)

*Mein Schwiegervater schreibt tatsächlich  noch die gezeigten Rezepte mit oder liest sie über Teletext im Fernsehen.

Samstag, 13. Dezember 2014

Fischsuppe aus dem Paradies

Im Sommer 2011 waren wir das erste Mal in Schweden. Wir haben einen Studienkollegen von Herrn Ackerbau und seine Familie besucht und ein paar wunderbare Tage in Göteborg und an einem einsamen See in der Nähe von Amal verbracht. Schweden mag ich mittlerweile fast genauso gern wie Frankreich, es ist ein wunderbares Land mit freundlichen Leuten, einer tollen Landschaft, relativ leicht von Berlin aus zu erreichen und selbst im Hochsommer, an den man ja mit schulpflichtigen Kindern gebunden ist, nicht mit Menschen überfüllt. Wir waren dann die drei folgenden Jahre wieder in Schweden - dann hatten die Kids keine Lust mehr, es war ihnen definitiv zu wenig los (meines Erachtens ja eher ein Vorteil...). Schweden hat auch eine tolle Küche, was uns vorher gar nicht so klar war, wenn man nur die Köttbullar von Ikea kennt, und der Studienkollege ist ein ausgezeichneter Koch, dessen Mission darin bestand, uns mit schwedischen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Und einige dieser Sachen, die wir uns nicht zu kompliziert vorkamen, wollten wir unbedingt nachkochen und ließen uns dafür die Rezepte geben. Aus dieser Sammlung stammt auch die Paradiesische Fischsuppe, die ein paar mehr Zutaten benötigt als üblicherweise, die aber wirklich köstlich und auch gut vorzubereiten ist, wenn man Gäste bekommt. Sie gehört eindeutig zu der Kategorie "Macht was her...".
Man benötigt dazu
800g Fischfilet, möglichst zwei Sorten - ich hatte Lachs- und Seehechtfilet
300g Shrimps, gekocht und möglichst geschält
2 gehackte Zwiebeln
3 Knoblauchzehen, ebenfalls klein gehackt
eine große in Scheiben geschnittene Karotte (oder auch mehr)
5 Kartoffeln geschält und in Stücke geschnitten
Tomaten (die fehlen auf dem Bild, da habe ich erst beim Kochen gemerkt, dass die mit dazu müssen) - man kann große Tomaten nehmen und schälen und klein schneiden, oder man nimmt eine Dose Pizzatomaten (hier geschehen)
Paprika - wenn man will, gehört original nicht dazu
2 Gläser Fischfonds
200ml Weißwein
200-300ml Sahne
1,2 l Wasser (so steht es im Rezept, mir ist das aber immer ein bisschen zu viel Flüssigkeit, ich würde hier zur Vorsicht raten)
Cayennepfeffer (oder eine Chilischote, wenn man die noch hat)
Safran (fehlt hier, ich finde auch nicht, dass das unbedingt dran muss - den Unterschied zwischen mit und ohne habe ich bisher noch nie gemerkt)
Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer, Fenchelsamen - falls man so was mag - (den lasse ich immer weg, weil ich Fenchel nicht ausstehen kann) und frische Petersilie
Olivenöl

Es empfiehlt sich, die Sachen vorher alle schon zu schneiden - das Kochen der Suppe selbst dauert nicht so lange und es ist entspannter, wenn man eins nach dem anderen in den Topf werfen kann. So gehts:
Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl andünsten. Safran, Fenchel (wenn man die dabei hat), Thymian, Cayennepfeffer, Rosmarin dazufügen, umrühren. Dann Kartoffeln, Tomaten, Karotten (und Paprika) dazu, leicht andünsten. Mit Wein, Fischfonds und Wasser ablöschen und alles 15min kochen lassen. Anschließend die Sahne dazu. Den in ca. 3cm große Stücke geschnittenen Fisch hinzufügen und einige Minuten unter ganz leichtem Kochen gar ziehen lassen. Als letztes kommen die Shrimps hinzu und werden mit erhitzt. Die Suppe wird anschließend mit Petersilie bestreut und ist fertig.
Sogar J.S. war begeistert und das will bei einem 7-Jährigen ja was heißen. Die Suppe eignet sich auch hervorragend zum Aufwärmen und kann so auch noch am nächsten Tag gegessen werden (es sei denn, es sind 30°C Außentemperatur, dann würde ich es lassen).
Smaklig måltid!



Freitag, 7. November 2014

Schneller Matjessalat

Vor vielen Jahren während meines Studiums hatte ich noch Zeit und Muße am Nachmittag fernzusehen - eine meiner Lieblingssendungen war damals das Kochduell. Zwei mehr oder weniger prominente Köche traten gegeneinander an und kochten ein dreigängiges Menü innerhalb einer bestimmten kurzen Zeit aus beliebigen Zutaten im Werte von 15 oder 20 DM (DM - ja, so lange ist das schon her...), die eine Zuschauerin oder ein Zuschauer eingekauft hatten. Da gab es echt wilde Mischungen und man wunderte sich immer, wie aus teilweise sehr unterschiedlichen Sachen etwas gekocht wurde, was zumindest vom heimischen Sofa aus, sehr lecker aussah. Aus einer dieser Sendungen stammt das folgende Rezept - das merkt man an der merkwürdigen Mischung der Zutaten und an der Schnelligkeit der Zubereitung - das erstaunlich lecker ist, wenn man Matjes mag.
Man benötigt dazu
Eine Packung Matjesfilets in Öl
Eine Packung körnigen Frischkäse
Einen Apfel
Eine Zwiebel
Einen guten EL Preiselbeeren und
Ein bisschen Dill (frisch oder als Tiefkühlware)

Matjes, Zwiebel und geschälten Apfel würfeln, vermischen
körnigen Frischkäse, die Preiselbeeren und den kleingehackten Dill dazu
alles miteinander vermengen und wenigestens eine Stunde ziehen lassen - Fertig
Man muss da normalerweise gar nicht nachwürzen, mehr Dill könnte es hier sein, aber mehr wuchs nicht mehr im Garten (das sind nur Restbestände aus den Plattenfugen gewesen). Mit den Preiselbeeren sollte man zunächst vorsichtiger sein, da kann man ja bei Bedarf auch nachlegen.