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Sonntag, 21. Mai 2023

Ramen - mit Kokosmilch und Erdnussbutter

Meine Liebe zu Ramen habe ich ja schon hier deutlich gemacht - um Abwechslung ins Nudelsuppenbusiness zu bringen, kommt jetzt ein zweites Rezept, das ebenfalls ausgesprochen gut ist (ohne gekochtes Ei) und einigermaßen einfach. Es ist kein Miso-Ramen wie viele andere, sondern mit Kokosmilch und Erdnussbutter. Das klingt erst einmal merkwürdig, schmeckt aber wirklich gut - bereits mehrfach getestet. Das Originalrezept stammt von der Küchenchaotin - die Bilder dort sind auf jeden Fall schöner als meine.

Ich habe folgende Zutaten verwendet:

Für die Brühe 
3 Knoblauchzehen
Ingwer (hier tiefgefroren - ich habe drei Würfel verwendet, dürfte so ein 2cm langes Stück sein)
2 EL Erdnussöl
1 TL rote Currypaste
1 Dose Kokosmilch
1 Liter Gemüsebrühe
3 EL Erdnussbutter (cremig)
2 EL Sojasoße
Limettensaft
Chili 
Koriander

Für die Einlage
300g Ramen-Nudeln (ich hatte nur Glasnudeln, geht auch, die sind allerdings mit Stäbchen nicht so gut greifbar, deshalb sind wahrscheinlich Mie-Nudeln besser, wenn man keine Original-Ramen-Nudeln hat)
Champignons, Austernpilze und/oder Kräutersaitlinge
Pakchoi
Zuckerschoten

... hier gilt wie immer, Gemüse nehmen, wie es passt und wer nicht vegetarisch bleiben will, kann hier ganz hervorragend Shrimps oder einen festen weißen Fisch in Würfeln dazu tun

Dann geht es los:
Knoblauch und Ingwer fein hacken (bei tiefgefrorenen Ingwer spart man sich diesen Arbeitsschritt) und in einem großen Topf in Erdnussöl bei mittlerer Hitze anschwitzen. Dann die Currypaste dazu 


Und alles mit der Kokosmilch ablöschen. Von der Gemüsebrühe einen guten Becher zurückbehalten und den Rest dazu kippen. Die 3 EL Erdnussbutter werden dann mit der zurückbehaltenen Gemüsebrühe glattgerührt und ebenfalls dazu gekippt. Dann kommen die 2 EL Sojasoße und der Saft einer Limette dazu und alles köchelt etwa 10min vor sich hin. Die Brühe ist fertig. Wenn es zu wenig Brühe ist (weil man z.B. zu viel Gemüse hat), kann man ruhig noch mit Gemüsebrühe auffüllen - es muss dann halt ein bisschen nachgewürzt werden, aber der Geschmack geht nicht verloren.


Während die Brühe vor sich hinköchelt, kann man die Nudeln schon einmal nach Packungsanleitung zubereiten und das Gemüse schneiden.


Das Gemüse kommt nach den 10min in die Brühe mit rein und alles köchelt nochmals maximal 10min vor sich hin.
Man kann jetzt noch den frischen oder tiefgefrorenen Koriander darunter rühren und nochmal mit Sojasoße abschmecken, ggf. Chiliflocken dazu. 


Und jetzt werden die Ramenschüsseln befüllt:
Erst die Nudeln:
Dann Brühe und Gemüse obendrauf.

Wenn man will, könnte man jetzt noch grob gehackte gesalzene und geröstete Erdnüsse oben drauf tun - das ist auch sehr lecker.

Sonntag, 5. Februar 2023

Ramen (Japanische Nudelsuppe)

Heute mal etwas Exotischeres und das vor allem nur, weil ich diese Suppe liebe und ständig das Rezept suche, kommt dieses hier in den Blog. Meinen ersten Kontakt mit Ramen hatte ich in Jena in einem speziellen Restaurant und seit dem bin ich ganz vernarrt in diese Suppen. Es gibt sie in verschiedenen Varianten - aus Gründen gibt es sie bei uns nur in vegetarischer Form, aber das ist völlig o.k. Ich habe eine Weile nach einem Rezept gesucht, dass nicht zu kompliziert ist, lecker ist und dem Geschmack, den ich aus den japanischen Ramen-Restaurants kenne, am nächsten kommt. Wichtig ist - das gleich vorab - dass man vernünftige Suppenschüsseln hat, der normale deutsche Suppenteller reicht nicht aus, von dem zu essen, macht keinen Spaß. Ich habe mir welche bestellt, die hier sind super, allerdings nicht ganz billig. Damit sie sich amortisieren, muss man einfach häufiger Suppe machen (man kann aber auch andere Suppen daraus essen). 

Wichtig sind beim Ramen die Brühe und die Nudeln, alles andere ist variabel. Ach ja, ein gekochtes Ei muss auch mit rein. Ein guter Geschmack für die Brühe ergibt sich aus folgenden Zutaten:


2 l Gemüsebrühe
3 EL Tahini (Sesampaste)
3 EL helle Misopaste (hier hatte ich nur dunkle, das ging aber auch)
3 EL Reisessig
150ml Sojasoße
2cm Ingwerwurzel (gerieben)
3 Knoblauchzehen 
1 TL Chiliflocken

Das sind nur Richtwerte, man kann das alles auch variieren - je nach Geschmack. Am besten man probiert das mal aus und schaut, ob es schmeckt, ggf. muss einfach nachgewürzt werden. Und wenn es zu stark gewürzt ist, einfach mehr Brühe hinterherkippen. Die Zutaten gibt es inzwischen auch in jedem Supermarkt, ein extra Asialaden ist nicht erforderlich.

Diese Brühe muss 10min köcheln. 

Ist jetzt nicht sehr aussagekräftig, aber so siehts halt aus.

Die Eier können in der Zwischenzeit kochen - pro Person ein Ei und hier kommt es darauf an, wie hart man sie will. Ich plädiere für 10min - weiche Eier in der Suppe mag ich nicht, empfohlen werden Sechs-Minuten-Eier.

Kochen können auch die Ramen-Nudeln. Die gibt es tatsächlich nur im Asia-Shop, aber es gehen auch Mie-Nudeln, notfalls auch Spaghetti. Es macht nichts, wenn die früher fertig sind und auskühlen, da die heiße Suppe dann darüber kommt, werden sie wieder warm

Und nun kommen die Zutaten je nach Geschmack. Ich nehme - da vegetarisch - sehr gern folgende Gemüsesorten:
- Pakchoi
- Austernpilze
- Kräutersaitlinge (es gehen auch Champignons)
- Karotten in Streifen geschnitten
- Zuckerschoten
und gern frische Kräuter (sofern verfügbar: Koriander, Petersilie, Thaibasilikum - Koriander und Thaibasilikum sind in der Regel nur im Asia-Shop verfügbar, aber es geht auch ohne) und/oder Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten als Garnierung. Als Deko kann man darüber hinaus auch Sesam nehmen oder zerbrochene Noriblätter (kennt man vom Sushi).
Weiß- und Rotkohl in Streifen geschnitten, Kohlrabi gestiftelt, Spinat, Mangold usw. passen auch gut.
Für die nicht-vegetarische Variante kann man Shrimps oder dünne Streifen Rindfleisch dazu fügen.
Das Gemüse muss natürlich geputzt, gewaschen und geschnitten werden:


und kommt dann in die kochende Brühe (die hat dann schon 10min vor sich hin geköchelt). Das Gemüse köchelt dann auch so ca. 10min vor sich hin.
Die Kräuter können kleingehackt und die Frühlingszwiebeln geschnitten werden.


Und schon geht es an das Herrichten:

1. In die Schüssel kommen zuerst die Nudeln:

2. Brühe mit Gemüse darüber, mit den Kräutern bestreut und das halbierte Ei als Dekoration
3. Essen

Samstag, 13. Dezember 2014

Fischsuppe aus dem Paradies

Im Sommer 2011 waren wir das erste Mal in Schweden. Wir haben einen Studienkollegen von Herrn Ackerbau und seine Familie besucht und ein paar wunderbare Tage in Göteborg und an einem einsamen See in der Nähe von Amal verbracht. Schweden mag ich mittlerweile fast genauso gern wie Frankreich, es ist ein wunderbares Land mit freundlichen Leuten, einer tollen Landschaft, relativ leicht von Berlin aus zu erreichen und selbst im Hochsommer, an den man ja mit schulpflichtigen Kindern gebunden ist, nicht mit Menschen überfüllt. Wir waren dann die drei folgenden Jahre wieder in Schweden - dann hatten die Kids keine Lust mehr, es war ihnen definitiv zu wenig los (meines Erachtens ja eher ein Vorteil...). Schweden hat auch eine tolle Küche, was uns vorher gar nicht so klar war, wenn man nur die Köttbullar von Ikea kennt, und der Studienkollege ist ein ausgezeichneter Koch, dessen Mission darin bestand, uns mit schwedischen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Und einige dieser Sachen, die wir uns nicht zu kompliziert vorkamen, wollten wir unbedingt nachkochen und ließen uns dafür die Rezepte geben. Aus dieser Sammlung stammt auch die Paradiesische Fischsuppe, die ein paar mehr Zutaten benötigt als üblicherweise, die aber wirklich köstlich und auch gut vorzubereiten ist, wenn man Gäste bekommt. Sie gehört eindeutig zu der Kategorie "Macht was her...".
Man benötigt dazu
800g Fischfilet, möglichst zwei Sorten - ich hatte Lachs- und Seehechtfilet
300g Shrimps, gekocht und möglichst geschält
2 gehackte Zwiebeln
3 Knoblauchzehen, ebenfalls klein gehackt
eine große in Scheiben geschnittene Karotte (oder auch mehr)
5 Kartoffeln geschält und in Stücke geschnitten
Tomaten (die fehlen auf dem Bild, da habe ich erst beim Kochen gemerkt, dass die mit dazu müssen) - man kann große Tomaten nehmen und schälen und klein schneiden, oder man nimmt eine Dose Pizzatomaten (hier geschehen)
Paprika - wenn man will, gehört original nicht dazu
2 Gläser Fischfonds
200ml Weißwein
200-300ml Sahne
1,2 l Wasser (so steht es im Rezept, mir ist das aber immer ein bisschen zu viel Flüssigkeit, ich würde hier zur Vorsicht raten)
Cayennepfeffer (oder eine Chilischote, wenn man die noch hat)
Safran (fehlt hier, ich finde auch nicht, dass das unbedingt dran muss - den Unterschied zwischen mit und ohne habe ich bisher noch nie gemerkt)
Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer, Fenchelsamen - falls man so was mag - (den lasse ich immer weg, weil ich Fenchel nicht ausstehen kann) und frische Petersilie
Olivenöl

Es empfiehlt sich, die Sachen vorher alle schon zu schneiden - das Kochen der Suppe selbst dauert nicht so lange und es ist entspannter, wenn man eins nach dem anderen in den Topf werfen kann. So gehts:
Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl andünsten. Safran, Fenchel (wenn man die dabei hat), Thymian, Cayennepfeffer, Rosmarin dazufügen, umrühren. Dann Kartoffeln, Tomaten, Karotten (und Paprika) dazu, leicht andünsten. Mit Wein, Fischfonds und Wasser ablöschen und alles 15min kochen lassen. Anschließend die Sahne dazu. Den in ca. 3cm große Stücke geschnittenen Fisch hinzufügen und einige Minuten unter ganz leichtem Kochen gar ziehen lassen. Als letztes kommen die Shrimps hinzu und werden mit erhitzt. Die Suppe wird anschließend mit Petersilie bestreut und ist fertig.
Sogar J.S. war begeistert und das will bei einem 7-Jährigen ja was heißen. Die Suppe eignet sich auch hervorragend zum Aufwärmen und kann so auch noch am nächsten Tag gegessen werden (es sei denn, es sind 30°C Außentemperatur, dann würde ich es lassen).
Smaklig måltid!



Sonntag, 7. Dezember 2014

Rote Beete Suppe

An dieser Stelle wird immer wieder von Roter Beete geschrieben, nicht nur, weil sie - wenn man sie vernünftig zubereitet - sehr gut schmeckt, sondern weil sie auch noch um diese Zeit im Garten wächst und insofern noch frisch verarbeitet werden kann. Nun sind Rote-Beete-Suppen hinreichend bekannt als Borschtsch oder Ähnliches, den ich auch sehr gern mag, aber meistens ist mir die Zubereitung zu umständlich und Rindfleisch habe ich selten einfach so im Haus. Also gibt es die "abgespeckte" Variante einer Roten-Beete-Suppe, die sich im Winter einfach gut macht. Da neben der roten Beete auch noch ein Weißkohl im Garten vor sich hinwuchs, habe ich den zur Hälfte auch mit reingeschnitten, der kann aber auch entfallen.
Hier der Gartenbeweis:
Man benötigt für die Suppe:
Rote Beete
Kartoffeln
Karotten
eine Zwiebel
rohen Schinken
Gemüsebrühe (Rindsbrühe oder Hühnerbrühe gehen sicher auch)
Weißkohl (optional)
Petersilie
Joghurt (am besten den griechischen) oder saure Sahne
Die Menge der Zutaten kann wieder nach Geschmack und Menge der Mitesser bestimmt werden.

Die Zubereitung ist einfach: Zwiebel und Schinken in ein wenig Öl anschwitzen. Rote Beete, Kartoffeln, Karotten und ggf. Weißkohl klein oder in Würfel schneiden und dazu geben. (Profi-Tipp: beim Schälen und Schneiden der roten Beete empfiehlt sich das Tragen von Gummihandschuhen, sonst sieht man noch Tage hinterher aus, als hätte man ein sehr blutiges Handwerk - das wird nicht überall geschätzt).
Das klein geschnittene Gemüse mit andünsten und anschließend mit ordentlich Gemüsebrühe ablöschen. Alles köchelt vor sich hin bis die rote Beete weich ist. Da die klein geschnitten ist, geht das in der Regel in 20 min. Zum Schluss noch mit Petersilie bestreuen und einen ordentlichen Schwupps Joghurt dazu. Umrühren fertig. Den restlichen Joghurt kann man dann auch noch direkt auf den Suppenteller geben, das sieht dann sehr hübsch aus und schmeckt gut.
Für die Kids, die so was natürlich nicht essen (auch dann nicht, wenn man lustige Gesichter daraus bastelt oder nette Geschichten dazu erzählt - liebe Kinderernährungsberaterinnen und -berater - essen die Ackerbauschen Kinder das niemals), gabs eine Alternative:

Selbst gemachte Chicken nuggets, die ausnahmsweise mal Gnade fanden ("Ja, Mama, die schmecken viel besser als die fertigen aus der Tiefkühltruhe" - manchmal haben das bevorstehende Weihnachtsfest und die große Geschenkeerwartung auch positive Auswirkungen...)