Es ist April und Spargelzeit. Wir mögen Spargel sehr gern, auch wenn es sich im Wesentlichen auf April und Mai beschränkt, was ja gut passt, weil es die Spargelzeit ist. Und - das muss man zugeben - der Brandenburger (Beelitzer) Spargel ist schon verdammt gut. Am besten finde ich frischen Spargel einfach gekocht und mit etwas gesalzener Butter verfeinert, mehr braucht es nicht. Trotzdem habe ich vor einigen Jahren ein Spargelsalatrezept gefunden, das ich sehr gern verwende. Allerdings nicht mit dem sauteuren Premiumspargel, sondern mit dem günstigeren, abgepackten Spargel, den es im Supermarkt gibt. Der Salat schmeckt aber nur, wenn man tatsächlich saisonmäßig, regional einkauft, auch wenn es günstigerer Spargel ist - mit griechischem oder peruanischen kann man es vergessen.
Das Rezept geht angeblich auf Goethe zurück, der in Weimar dieses Rezept so geliebt haben soll. So jedenfalls die zahlreichen Koch-Internet-Seiten, die das Rezept ebenso vorstellen. Was weiß ich, ich kann mich nicht erinnern, dass Thüringen ein besonders bedeutendes Spargelland war und ich hab dort immerhin 27 Jahre verbracht. Vielleicht hat man alles in den Westen für Devisen exportiert, aber ich kann mich auch nicht daran erinnern, irgendwann mal an einem Spargelfeld vorbeigefahren zu sein. Aber vielleicht war es zu Goethes Zeiten anders...oder er hat fränkischen Spargel verwendet...
Man benötigt dazu:
500g Spargel - das Dressing reicht aber locker für die doppelte Menge
Für das Dressing:
100 ml Öl
3 EL Weißwein
2 EL Weißweinessig
ca. 3 EL gehackten Bärlauch
ca. 3 EL Kresse (hier ist die Gartenkresse am besten, ich hatte aber nur so rote vorrätig)
Salz, Pfeffer, etwas Zucker
eigentlich gehört noch gehackte Zitronenmelisse dazu, die habe ich aber nie vorrätig und es funktioniert auch so
Der Spargel wird geschält (am besten man findet jemanden, der das gern tut bzw. der rumsitzt und nichts zu tun hat), in ca. 3 cm Stücke schräg geschnitten und dann im kochenden Salzwasser, das mit ein bisschen Zucker versetzt wird, ca. 10 min bissfest gekocht. Anschließend wird er abgegossen und in kaltem Wasser abgeschreckt.
Aus den Zutaten für das Dressing wird selbiges bereitet - hier zeigt sich, dass, wenn man sich mal einen Smoothie-Maker angeschafft hat, von dem man glaubte, man könnte den sehr häufig einsetzen, um leckere und gesunde Smoothies zuzubereiten und den es bei Tchibo im Angebot gab, der dann aber lange Zeit so dahingestaubt ist, dieser plötzlich auch eine Funktion haben kann - nämlich Kräuter zu hacken und mit dem Rest als Dressing zu vermischen.
Vorher:
Nachher:
Es geht aber auch traditionell mit Kleinhacken und so vermischen.
Zum Schluss wird alles miteinander vermischt. Alle Koch-Internet-Seiten meinen, man müsse, den gekochten Spargel auf einem Bärlauchblatt drapieren und dann mit dem Dressing beträufeln - mir ist das zu viel Schnickschnack - sieht sicher hübsch aus, aber die Vermischungsmethode funktioniert auch. Dann sieht es so aus:
500 g Spargel sind für zwei Personen definitiv zu wenig, es sei denn, man ist sowieso auf Diät. Sonst geht locker die doppelte Menge und mit den Zutaten für das Dressing auch ausreichend realisierbar. Das Dressing lässt sich recht hübsch mit Weißbrot aufstippen - das ist auch sehr lecker.
Den Salat kann man auch gut für ein Buffet herstellen oder für ein solches mitnehmen - das setzt aber voraus, dass man Spargel auch für andere Leute schälen will....
Sonntag, 17. April 2016
Sonntag, 28. Februar 2016
Fladenbrot mit Ofengemüse
Mal wieder etwas aus der Ottolenghi-Kochkolumne im Guardian. Schnelles und einfaches Abendbrot, das gut schmeckt. Das Rezept ist etwas vereinfacht, das Fladenbrot habe ich nicht selbst gebacken.
Man braucht:
300g Naturjoghurt
frische Minze
etwas Zitronensaft
5 mittelgroße Kartoffeln
4 rote Zwiebeln
1-2 Zucchini
8-10 mittlere Cocktailtomaten
3 Zehen Knoblauch
Fladenbrote
Olivenöl
Salz, Chili, Paprika
Ofen auf 230 Grad vorheizen. Die Kartoffeln schälen, in etwa 2 cm dicke Spalten schneiden, in einer Schüssel mit 2 TL Olivenöl, Salz, Chili und Paprika (und, wenn man mag, Cumin) vermengen. Auf ein Backblech legen und in den Ofen. Zwiebeln schälen, auch in 2 cm dicke Spalten schneiden, etwas Olivenöl und Salz drüber, 5 Minuten nach den Kartoffeln aufs Backblech. Zucchini in der Mitte auseinander schneiden, in etwa 1 cm dicke Sücke schneiden, Tomaten vierteln, Öl und Salz und der kleingeschnittene Knoblauch dazu, 10 Minuten nach den Zwiebeln aufs Backblech. Alles bleibt dann noch einmal 15 Minuten drin.
Den Joghurt mit der frischen Minze, Salz und etwas Olivenöl vermengen.
Das vorgewärmte Fladenbrot mit Joghurt bestreichen und das Gemüse dazu.
Wahrscheinlich kann man mit Zutaten und Gewürzen stark variieren. Scheint mir das richtige für ein schnelles Sommeressen zu sein, mit dem man Gemüsereste verarbeiten kann.
Man braucht:
300g Naturjoghurt
frische Minze
etwas Zitronensaft
5 mittelgroße Kartoffeln
4 rote Zwiebeln
1-2 Zucchini
8-10 mittlere Cocktailtomaten
3 Zehen Knoblauch
Fladenbrote
Olivenöl
Salz, Chili, Paprika
Ofen auf 230 Grad vorheizen. Die Kartoffeln schälen, in etwa 2 cm dicke Spalten schneiden, in einer Schüssel mit 2 TL Olivenöl, Salz, Chili und Paprika (und, wenn man mag, Cumin) vermengen. Auf ein Backblech legen und in den Ofen. Zwiebeln schälen, auch in 2 cm dicke Spalten schneiden, etwas Olivenöl und Salz drüber, 5 Minuten nach den Kartoffeln aufs Backblech. Zucchini in der Mitte auseinander schneiden, in etwa 1 cm dicke Sücke schneiden, Tomaten vierteln, Öl und Salz und der kleingeschnittene Knoblauch dazu, 10 Minuten nach den Zwiebeln aufs Backblech. Alles bleibt dann noch einmal 15 Minuten drin.
Den Joghurt mit der frischen Minze, Salz und etwas Olivenöl vermengen.
Das vorgewärmte Fladenbrot mit Joghurt bestreichen und das Gemüse dazu.
Wahrscheinlich kann man mit Zutaten und Gewürzen stark variieren. Scheint mir das richtige für ein schnelles Sommeressen zu sein, mit dem man Gemüsereste verarbeiten kann.
Dienstag, 22. Dezember 2015
Schüttelpizza
Das Rezept brachte kürzlich meine Nichte A. aus Thüringen mit - es ist sehr gut für Partybuffets geeignet, relativ einfach zum Herstellen und mit beliebigen Zutaten kombinierbar (in Thüringen wird gern Fleisch mit Wurst kombiniert). Es ist vor allem deswegen ganz nett, weil es wie Pizza schmeckt, man aber keinen Pizzaboden braucht. Das Prinzip funktioniert so: Man hat Zutaten für einen Teig und dann schmeißt man alles dazu, was man noch so leckeres im Kühlschrank findet und von dem man glaubt, es könnte auf einer Pizza gut schmecken. Das können natürlich auch verschiedene Gemüsesachen sein, sodass alles vegetarisch wird.
Man benötigt für den Teig grundsätzlich:
200 g Mehl (da hatte ich beim letzten Mal "doppelgriffiges" Mehl [das steht da auch auf der Verpackung], das von der Weihnachtsbackorgie der Schwiegereltern noch übrig war, das hat sehr gut gepasst - meines Erachtens war das sogar besser als das normale 405er - aber 405er geht natürlich auch)
6 Eier
2 Becher Schlagsahne
2 Beutel geriebenen Käse
Salz und Pfeffer
Als "Zutaten" sind hier noch:
200 g Salami
200 g Kockschinken
2 in Streifen geschnittene Paprika
2 in Streifen gehobelte Zwiebeln
Champignons
Diese Zutaten sind variabel. Man kann auch Thunfisch, Feta, Spinat, Lachs usw. rein tun - in Thüringen wird auch gern Hackfleisch genommen, aber Hackfleisch geht ja im Grundsatz sowieso immer für alles.
Zubereitet wird die Pizza so:
Alle Zutaten klein schneiden und in eine Schüssel geben, dann alle Teigzutaten dazu, zum Schluss das Mehl. Dann wird alles miteinander verrührt (oder geschüttelt, wer kräftig genug ist und wer für seine Schüssel einen Deckel hat).
Dann wird alles auf ein tieferes, gut gefettetes - oder besser: mit Backpapier ausgelegtes - Backblech gestrichen.
Alles kommt in den auf 200° vorgeheizten Ofen und wird mit Ober- und Unterhitze 45 bis 50 min gebacken.Wenn man nicht so ein tiefes Backblech hat, dann ist die Backzeit etwas geringer - man muss dann einfach mal schauen. Eier und Sahne sollten jedenfalls fest sein. Fertig.
Das kann man jetzt pizzamäßig in Stücke schneiden und verteilen. Dafür sollte es aber ein bisschen abgekühlt sein, sonst matscht alles durcheinander.
Man benötigt für den Teig grundsätzlich:
200 g Mehl (da hatte ich beim letzten Mal "doppelgriffiges" Mehl [das steht da auch auf der Verpackung], das von der Weihnachtsbackorgie der Schwiegereltern noch übrig war, das hat sehr gut gepasst - meines Erachtens war das sogar besser als das normale 405er - aber 405er geht natürlich auch)
6 Eier
2 Becher Schlagsahne
2 Beutel geriebenen Käse
Salz und Pfeffer
Als "Zutaten" sind hier noch:
200 g Salami
200 g Kockschinken
2 in Streifen geschnittene Paprika
2 in Streifen gehobelte Zwiebeln
Champignons
Diese Zutaten sind variabel. Man kann auch Thunfisch, Feta, Spinat, Lachs usw. rein tun - in Thüringen wird auch gern Hackfleisch genommen, aber Hackfleisch geht ja im Grundsatz sowieso immer für alles.
Zubereitet wird die Pizza so:
Alle Zutaten klein schneiden und in eine Schüssel geben, dann alle Teigzutaten dazu, zum Schluss das Mehl. Dann wird alles miteinander verrührt (oder geschüttelt, wer kräftig genug ist und wer für seine Schüssel einen Deckel hat).
Dann wird alles auf ein tieferes, gut gefettetes - oder besser: mit Backpapier ausgelegtes - Backblech gestrichen.
Alles kommt in den auf 200° vorgeheizten Ofen und wird mit Ober- und Unterhitze 45 bis 50 min gebacken.Wenn man nicht so ein tiefes Backblech hat, dann ist die Backzeit etwas geringer - man muss dann einfach mal schauen. Eier und Sahne sollten jedenfalls fest sein. Fertig.
Das kann man jetzt pizzamäßig in Stücke schneiden und verteilen. Dafür sollte es aber ein bisschen abgekühlt sein, sonst matscht alles durcheinander.
Freitag, 18. Dezember 2015
Mohnkuchen
Mohnkuchen ist - vorausgesetzt, er ist richtig gemacht (wenig Teig, viel matschiger Mohnbelag, nicht zu trocken) - ein wunderbarer Kuchen. In (Süd)Thüringen gibt es diesen Mohnkuchen in jeder vernünftigen Bäckerei, die nicht an irgendwelche Ketten angeschlossen ist - in Berlin: Fehlanzeige. Ich habe mich durch viele Mohnkuchen gegessen, aber nichts, wirklich nichts, annähernd Akzeptables gefunden. Nun waren wir vor einiger Zeit bei einem Sommerfest, bei dem jeder was mitgebracht hatte und dort stand er: der ideale Mohnkuchen. Ich lief umher und versuchte den Urheber dieses Kuchens zu fnden, was bei etwa 100 Leuten nicht so leicht war. Aber ich habe ihn bzw. sie gefunden, und damit ich die Zubereitung dieses Kuchens nicht mehr vergesse, wird er jetzt für alle Zeiten in diesem Blog festgehalten. (Das Rezept und die Zutaten sind chronologisch angeordnet - deswegen für den Überblick bis zum Schluss lesen!)
Man benötigt:
Für den Boden:
80 g Zucker
1 Ei
75g Butter
1/2 Päckchen Backpulver
150g Mehl
Daraus wird ein Teig geknetet und in eine Springform (26cm) gedrückt.
Der Belag wird gemacht aus:
1 Liter Milch, aus dem mit 2 Päckchen Vanillepuddingpulver und 80g Zucker ein Pudding gekocht wird. Der kann dann etwas abkühlen.
Dann wird da hinein
1 Becher Schmand und eine Tasse Mohn (gemahlen oder ungemahlen, ungern Mohnbackmischungen - der ungemahlene Mohn ist etwas härter und man hat dann noch eher so schwarze Körnchen zwischen den Zähnen)
gerührt und die Masse auf den Boden gekippt.
Das Ganze kommt in den Ofen und wird bei 160 bis 180° (Umluft) ca. 40 min gebacken.
Obendrauf (nicht den Herd ausmachen!) kommt dann noch die Decke aus:
3 Eigelb
80g Zucker und
1 Becher Schmand
- alles verrührt. Aus den drei Eiweiß wird ein Schnee geschlagen und dieser dann darunter gehoben.
Das Ganze wird auf den Kuchen verteilt und nochmals 10 bis 15 min gebacken.
Fertig.
WICHTIG: DER KUCHEN KANN NICHT FRISCH GEGESSEN WERDEN, SONDERN SOLLTE EINEN TAG ZUVOR GEBACKEN WERDEN. ER IST UNMITTELBAR NACH DEM BACKEN ZU WABBELIG ZUM ESSEN.
Am besten ist es, den Kuchen irgendwo ruhig hinzustellen - wenn man ihn in frisch gebackenem Zustand zwei Stunden im Auto durch die Gegend fährt, wird er nicht richtig fest und das mindert den Genuss erheblich (wurde leider getestet).
Man benötigt:
Für den Boden:
80 g Zucker
1 Ei
75g Butter
1/2 Päckchen Backpulver
150g Mehl
Daraus wird ein Teig geknetet und in eine Springform (26cm) gedrückt.
Der Belag wird gemacht aus:
1 Liter Milch, aus dem mit 2 Päckchen Vanillepuddingpulver und 80g Zucker ein Pudding gekocht wird. Der kann dann etwas abkühlen.
Dann wird da hinein
1 Becher Schmand und eine Tasse Mohn (gemahlen oder ungemahlen, ungern Mohnbackmischungen - der ungemahlene Mohn ist etwas härter und man hat dann noch eher so schwarze Körnchen zwischen den Zähnen)
![]() |
| Tassenmaß |
Das Ganze kommt in den Ofen und wird bei 160 bis 180° (Umluft) ca. 40 min gebacken.
Obendrauf (nicht den Herd ausmachen!) kommt dann noch die Decke aus:
3 Eigelb
80g Zucker und
1 Becher Schmand
- alles verrührt. Aus den drei Eiweiß wird ein Schnee geschlagen und dieser dann darunter gehoben.
Das Ganze wird auf den Kuchen verteilt und nochmals 10 bis 15 min gebacken.
Fertig.
WICHTIG: DER KUCHEN KANN NICHT FRISCH GEGESSEN WERDEN, SONDERN SOLLTE EINEN TAG ZUVOR GEBACKEN WERDEN. ER IST UNMITTELBAR NACH DEM BACKEN ZU WABBELIG ZUM ESSEN.
Am besten ist es, den Kuchen irgendwo ruhig hinzustellen - wenn man ihn in frisch gebackenem Zustand zwei Stunden im Auto durch die Gegend fährt, wird er nicht richtig fest und das mindert den Genuss erheblich (wurde leider getestet).
Donnerstag, 17. Dezember 2015
Kartoffelgulasch
Eine Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat in einer Ausgabe ein vegetarisches Kochbuch getestet und Rezepte vorgestellt. Zwei klangen - so fand ich - sehr interessant, ich habe beide ausprobiert, eines war prima, das andere nur halb prima. Das prima Rezept war das mit dem Kartoffelgulasch, wobei ich sagen muss, dass das alles sehr an eine fleischlose Variante des Szegediner Gulaschs erinnert, den ich von früheren Zeiten kenne. Und nach dem ersten Mal dachte ich auch, dass dem Gulasch selbst die Hinzufügung von ein paar Chorizo- oder Merguez-Würstchen auch nicht schaden kann. Aber es schmeckt auch als vegetarisches Gericht sehr gut.
Man benötigt dazu:
2 Zwiebeln
2 Paprika (original sollen es eine rote und eine grüne sein - ich hatte nur rote, ist aber egal)
800g vorwiegend festkochende Kartoffeln
Öl
2 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver (edelsüß)
150 ml Gemüsebrühe
200g Sauerkraut (das sollte ein ganz reines sein, normalerweise habe ich Biosauerkraut vom Kaufland, das ist supergut, hier hatte ich blöderweise Weinsauerkraut, das hat den ganzen Geschmack dominiert mit der Folge, dass der hier dokumentierte Gulasch nicht so lecker war, wie der erste - nicht dokumentierte - Versuch)
2 Dosen Pizzatomaten
100 g Schmand
100 g Feta
Salz und Pfeffer
(auf dem Bild liegt rechts noch eine Chorizo, die ich in Scheiben geschnitten, angebraten und zum Schluss dazu gegeben habe - ist aber nicht zwingend)
So gehts:
Zwiebeln in Streifen hobeln, Paprika in Spalten schneiden, Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden
Dann:
In einem großen Topf Öl erhitzen Zwiebeln und Paprika dadrin leicht anbräunen lassen, Tomatenmark und Paprikapulver dazu (ich hatte auch noch aus irgendeiner Kiste Gulaschpaste aus Ungarn, davon habe ich auch so ein bisschen mit reingemacht - passt auch, muss aber nicht) und alles umrühren. Dann werden die Kartoffeln mit der Gemüsebrühe zugedeckt und gekocht bis sie fast gar sind. HIER GANZ WICHTIG: Die Kartoffeln müssen wirklich fast gar sein, am besten sie sind schon essbar gekocht,
denn jetzt kommen das Sauerkraut und die Pizzatomaten dazu und das Sauerkraut verhindert, dass die Kartoffeln fertig garen. Das hat irgendwas mit chemischen Prozessen zu tun, mein Schwiegervater hat mir das auch erklärt, aber ich habe es mir nicht gemerkt. Wenn man nämlich denkt, dass das Gulasch mit Sauerkraut und Tomaten ja noch so 10 min einkochen kann und das reicht, um die Kartoffeln weich zu kriegen, liegt man falsch. Das funktioniert nicht, die Kartoffeln bleiben dann hart - das könnt ihr mir glauben, ich habe es getestet :-( (ich hatte das Rezept auch nicht bis zum Ende gelesen, da stand dieser Hinweis auch)
Zum Schluss kommt der Schmand dazu, das ganze wird mit Salz, Pfeffer und Sojasoße gut gewürzt und der Feta wird drüber gebröselt und so leicht angeschmolzen. Wer will und auf Fleisch nicht verzichten will, kann jetzt noch Würstchen dazugeben - Chorizo oder Merguez passen geschmacklich gut.
Es ist wirklich lecker - sofern man sich nicht beim Sauerkraut vergreift - und das richtige für die kalte Jahreszeit...
Man benötigt dazu:
2 Zwiebeln
2 Paprika (original sollen es eine rote und eine grüne sein - ich hatte nur rote, ist aber egal)
800g vorwiegend festkochende Kartoffeln
Öl
2 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver (edelsüß)
150 ml Gemüsebrühe
200g Sauerkraut (das sollte ein ganz reines sein, normalerweise habe ich Biosauerkraut vom Kaufland, das ist supergut, hier hatte ich blöderweise Weinsauerkraut, das hat den ganzen Geschmack dominiert mit der Folge, dass der hier dokumentierte Gulasch nicht so lecker war, wie der erste - nicht dokumentierte - Versuch)
2 Dosen Pizzatomaten
100 g Schmand
100 g Feta
Salz und Pfeffer
(auf dem Bild liegt rechts noch eine Chorizo, die ich in Scheiben geschnitten, angebraten und zum Schluss dazu gegeben habe - ist aber nicht zwingend)
So gehts:
Zwiebeln in Streifen hobeln, Paprika in Spalten schneiden, Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden
Dann:
In einem großen Topf Öl erhitzen Zwiebeln und Paprika dadrin leicht anbräunen lassen, Tomatenmark und Paprikapulver dazu (ich hatte auch noch aus irgendeiner Kiste Gulaschpaste aus Ungarn, davon habe ich auch so ein bisschen mit reingemacht - passt auch, muss aber nicht) und alles umrühren. Dann werden die Kartoffeln mit der Gemüsebrühe zugedeckt und gekocht bis sie fast gar sind. HIER GANZ WICHTIG: Die Kartoffeln müssen wirklich fast gar sein, am besten sie sind schon essbar gekocht,
denn jetzt kommen das Sauerkraut und die Pizzatomaten dazu und das Sauerkraut verhindert, dass die Kartoffeln fertig garen. Das hat irgendwas mit chemischen Prozessen zu tun, mein Schwiegervater hat mir das auch erklärt, aber ich habe es mir nicht gemerkt. Wenn man nämlich denkt, dass das Gulasch mit Sauerkraut und Tomaten ja noch so 10 min einkochen kann und das reicht, um die Kartoffeln weich zu kriegen, liegt man falsch. Das funktioniert nicht, die Kartoffeln bleiben dann hart - das könnt ihr mir glauben, ich habe es getestet :-( (ich hatte das Rezept auch nicht bis zum Ende gelesen, da stand dieser Hinweis auch)Zum Schluss kommt der Schmand dazu, das ganze wird mit Salz, Pfeffer und Sojasoße gut gewürzt und der Feta wird drüber gebröselt und so leicht angeschmolzen. Wer will und auf Fleisch nicht verzichten will, kann jetzt noch Würstchen dazugeben - Chorizo oder Merguez passen geschmacklich gut.
Es ist wirklich lecker - sofern man sich nicht beim Sauerkraut vergreift - und das richtige für die kalte Jahreszeit...
Sonntag, 22. November 2015
Salat mit Kartoffeln
Auf diesen Salat bin ich über die Verlinkung durch den Kiezneurotiker gestoßen, ab und zu gibt es Rezepte, die mich sofort ansprechen und das war so eines. Mittlerweile gehört dieser Salat zu meinen absoluten Favoriten und ich mache ihn sehr oft. Seltsamerweise heißt er im entsprechenden Blog "Salat für arme Leute à la burks", warum es ein Salat für arme Leute sein soll, weiß ich nicht, schmecken tut er jedenfalls hervorragend und satt macht er auch (vielleicht ist das der Grund für den Namen...)
Man benötigt dazu:
Kartoffeln - etwas 4 bis 5 (Menge ist variabel, je nachdem wie viel man machen will)
Tomaten - etwa gleich viele wie Kartoffeln
eine Gurke
zwei Zwiebeln (ich nehme dafür gern die milderen roten)
Salat (im Original ist es Feldsalat, es funktioniert aber auch mit Eisberg, Salatherzen, Romana etc., je nachdem was man vorrätig hat)
zwei bis drei Eier
150 bis 200 g weißer Käse (der fehlt hier, weil ich keinen mehr hatte, ich habe anderen würzigen Käse kleingeschnitten. Mozzarella geht auch, aber weißer Käse ist besser)
Dressing: einen guten Esslöffel Creme fraiche, einen Esslöffel Senf und Öl dazu bis es eine konsistente cremige Salatsoße wird, ein bis zwei zerdrückte Knoblauchzehen dazu und salzen und pfeffern
So gehts und alles in eine Schüssel:
Kartoffeln kochen und würfeln,
Tomaten vierteln oder achteln,
Gurke würfeln
Zwiebeln in Ringe hobeln oder klein schneiden
Salat in mundgerechte Stücke bringen (hängt davon ab, welchen Salat man nimmt)
Eier hart kochen und würfeln (einmal quer und einmal längs in den Eierschneider einlegen, das habe ich erst letztens gelernt...)
weißen Käse drüberbröseln
Dann wird alles vermischt und das Dressing drüber gegeben und nochmal vermischt.
Fertig.
Den Salat kann man wahrscheinlich wie Kartoffelsalat verwenden, also als Beilage zum Steak oder zur Bratwurst oder zum Fisch (falls es was Vegetarisches gibt, dann auch, das weiß ich aber nicht...), er schmeckt aber auch so allein ganz lecker.
Man benötigt dazu:
Kartoffeln - etwas 4 bis 5 (Menge ist variabel, je nachdem wie viel man machen will)
Tomaten - etwa gleich viele wie Kartoffeln
eine Gurke
zwei Zwiebeln (ich nehme dafür gern die milderen roten)
Salat (im Original ist es Feldsalat, es funktioniert aber auch mit Eisberg, Salatherzen, Romana etc., je nachdem was man vorrätig hat)
zwei bis drei Eier
150 bis 200 g weißer Käse (der fehlt hier, weil ich keinen mehr hatte, ich habe anderen würzigen Käse kleingeschnitten. Mozzarella geht auch, aber weißer Käse ist besser)
Dressing: einen guten Esslöffel Creme fraiche, einen Esslöffel Senf und Öl dazu bis es eine konsistente cremige Salatsoße wird, ein bis zwei zerdrückte Knoblauchzehen dazu und salzen und pfeffern
So gehts und alles in eine Schüssel:
Kartoffeln kochen und würfeln,
Tomaten vierteln oder achteln,
Gurke würfeln
Zwiebeln in Ringe hobeln oder klein schneiden
Salat in mundgerechte Stücke bringen (hängt davon ab, welchen Salat man nimmt)
Eier hart kochen und würfeln (einmal quer und einmal längs in den Eierschneider einlegen, das habe ich erst letztens gelernt...)
weißen Käse drüberbröseln
Dann wird alles vermischt und das Dressing drüber gegeben und nochmal vermischt.
Fertig.
Den Salat kann man wahrscheinlich wie Kartoffelsalat verwenden, also als Beilage zum Steak oder zur Bratwurst oder zum Fisch (falls es was Vegetarisches gibt, dann auch, das weiß ich aber nicht...), er schmeckt aber auch so allein ganz lecker.
Samstag, 7. November 2015
Kürbis-Linsen-Auflauf
Bei uns war noch reichlich Kürbis übrig, also habe ich nach einem interessanten Rezept gesucht. Fündig wurde ich bei Ottolenghis Guardian-Kochkolumne, in der man immer wieder interessante Dinge finden kann. Frau Ackerbau fand das Essen gelungen und bat um Dokumentation. Was hiermit geschieht.
Man braucht
1 Butternut-Kürbis (oder einen anderen mit eher mürben Fleisch)
3 rote Zwiebeln
100 g Linsen (Beluga oder andere)
1 unbehandelte Zitrone
frische Kräuter (Salbei, Petersilie, Minze, wenn zur Hand)
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Kuhmilchfeta
Man schneidet das Kürbisfleisch in Würfel mit 3-4 cm Kantenlänge und achtelt die Zwiebeln. Man würzt Kürbis und Zwiebeln in einer Schüssel mit kräftig Salz und Pfeffer und gibt dazu zwei Esslöffel Olivenöl. Den Ofen auf 220 Grad heizen, Kürbis und Zwiebeln und 10 zerteilte Salbeiblätter auf einem Backblech (mit Backpapier) 25 Minuten rösten. Währenddessen Wasser für die Linsen aufsetzen und die Linsen gar kochen, dann abgießen. Kürbis, Zwiebeln und Linsen mischen, zwei Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft dazu, die Knoblauchzehe darüber pressen, soweit zur Hand frische Petersilie und Minze darüber streuen, noch einmal salzen und pfeffern und noch einmal zwei Esslöffel Olivenöl dazu. Die Zitronenschale klein hacken und dazu geben. Wahrscheinlich würde auch eine kleine Peperoni, fein geschnitten, gut dazu passen.
Ottolenghi schlägt jetzt vor, dass man das ganze mit Würfeln von mildem Blauschimmelkäse mischt und so serviert; ich brösele lieber Kuhmilchfeta darüber und schiebe das Ganze dann noch einmal für 5 Minuten in den Ofen.
Schmeckt gut und ist schnell gemacht.
Ergänzung: Wie sich herausgestellt hat, passt es auch gut, wenn man zu Kürbis und Zwiebeln auch Rote Bete dazu nimmt (rohe Rote Bete schälen und würfeln und mit auf das Backblech...)
Man braucht
1 Butternut-Kürbis (oder einen anderen mit eher mürben Fleisch)
3 rote Zwiebeln
100 g Linsen (Beluga oder andere)
1 unbehandelte Zitrone
frische Kräuter (Salbei, Petersilie, Minze, wenn zur Hand)
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Kuhmilchfeta
Man schneidet das Kürbisfleisch in Würfel mit 3-4 cm Kantenlänge und achtelt die Zwiebeln. Man würzt Kürbis und Zwiebeln in einer Schüssel mit kräftig Salz und Pfeffer und gibt dazu zwei Esslöffel Olivenöl. Den Ofen auf 220 Grad heizen, Kürbis und Zwiebeln und 10 zerteilte Salbeiblätter auf einem Backblech (mit Backpapier) 25 Minuten rösten. Währenddessen Wasser für die Linsen aufsetzen und die Linsen gar kochen, dann abgießen. Kürbis, Zwiebeln und Linsen mischen, zwei Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft dazu, die Knoblauchzehe darüber pressen, soweit zur Hand frische Petersilie und Minze darüber streuen, noch einmal salzen und pfeffern und noch einmal zwei Esslöffel Olivenöl dazu. Die Zitronenschale klein hacken und dazu geben. Wahrscheinlich würde auch eine kleine Peperoni, fein geschnitten, gut dazu passen.
Ottolenghi schlägt jetzt vor, dass man das ganze mit Würfeln von mildem Blauschimmelkäse mischt und so serviert; ich brösele lieber Kuhmilchfeta darüber und schiebe das Ganze dann noch einmal für 5 Minuten in den Ofen.
Schmeckt gut und ist schnell gemacht.
Ergänzung: Wie sich herausgestellt hat, passt es auch gut, wenn man zu Kürbis und Zwiebeln auch Rote Bete dazu nimmt (rohe Rote Bete schälen und würfeln und mit auf das Backblech...)
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