Donnerstag, 27. Oktober 2016

Thüringer Rostbrätl

Die Grillzeit ist vorbei - ich weiß. Für diejenigen, die noch nicht abgegrillt haben oder die auch schon an die nächste Saison denken - hier das Rezept für Thüringer Rostbrätl, wie es mir überliefert wurde. Es gibt sicher noch hunderte andere Rezepte - es ist nur eine Variante. Ich habe lange überlegt, ob ich es überhaupt einstelle, nicht wegen geheimer Rezeptur oder so, dazu ist es nicht raffiniert genug. Aber es ist ein reines Schweinefleischrezept und das ist ja nun nicht mehr so angesagt. Andererseits ist dies hier ja auch ein virtuelles Rezeptbuch mit Familienrezepten und vielleicht erinnern sich in 20, 30 Jahren die Kinder mal daran und fangen an nostalgisch nach ihrer Herkunft zu forschen (die Hoffung stirbt zuletzt). Dann finden sie auch dieses Rezept hier und wissen, ihre Mutter kam aus dem ultimativen Land der Schweinefleischprodukte: Bratwürste, Rostbrätl, Spießbraten...Vegetarier haben in Thüringen nichts zu lachen.
WARNUNG: Das Rezept enthält jede Menge ungesundes Schweinefleisch!

Hier die Zutaten, die variabel je nach Menge des vorhandenen Fleisches ist (hier wurden 15 Rostbrätl eingelegt):
Schweinekammscheiben (möglichst ohne Knochen)


Zwiebeln in Ringe geschnitten, ausreichend - da die hinterher noch gebraucht werden, ist es auch nicht so schlimm, wenn man mehr hat
Senf (ostdeutscher - Bautzener oder Born Senf passen am besten) - für die 15 Rostbrätl ist ein ganzes Glas draufgegangen
Salz, Pfeffer
Schwarzbier

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Fleisch klopfen, salzen, pfeffern und mit Senf auf beiden Seiten bestreichen.
In einer größeren Schüssel abwechselnd mit Zwiebelringen aufschichten.
Zum Schluss wird das Ganze in Schwarzbier ertränkt und zieht mindestens 24 Stunden durch.
 Anschließend kann gegrillt werden.
Im Vordergrund liegen Buletten, die Rostbrätl liegen eher hinten.
Die Zwiebeln aus der Marinade und eventuell noch weitere Zwiebelringe brät man in der Pfanne in Öl durch und  gibt sie als Topping auf die Rostbrätl.





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