Sonntag, 7. Dezember 2014

Börek

Gerichte mit Hackfleisch finde ich grundsätzlich super; ich liebe es, Buletten zu machen, Hackfleischsoßen herzustellen, kleine Fleischklöpse in Suppen zu packen und esse sehr gern auch Bifteki und andere aus anderen Ländern kommende Hackfleischgerichte. Hackfleisch kann man einfach prima verarbeiten und kaum was falsch machen. Herr Ackerbau käme wohl nicht auf den Gedanken, aus Hackfleisch was zu kochen - im Allgäu ist das, glaube ich, nicht so verbreitet wie in Thüringen. Und so ist nicht überraschend, dass ich auch Börek mit Hackfleischfüllung (Schafskäse ist natürlich auch in Ordnung) total gern mag, allerdings kaufe ich die eigentlich nie beim Imbiss um die Ecke - da bin ich mir in Bezug auf die Inhalte auch nicht so sicher. In meiner Kochmeister-App habe ich ein sehr einfaches und sehr leckeres Rezept gefunden (das gibt es auch bei chefkoch.de), das bei der letzten Nikolausfeier in unserer Straße großen Anklang gefunden hat (sonst gab es hauptsächlich Plätzchen, Lebkuchen, Stollen - also wenig echte Konkurrenz, muss man ehrlicherweise sagen).
Man braucht dazu
Yufka-Teigblätter - die gibt es natürlich beim Türken, aber mittlerweile auch in Supermärkten mit Spezialitäten aus anderen Ländern - hier unbedingt darauf achten, die dreieckigen Blätter zu nehmen, ich hatte riesige runde Teigblätter, die ich erst zurechtschneiden musste und das hat die Optik gewaltig getrübt
Rinderhack - eigentlich 300g - da es das nur im 500g-Pack gab, habe ich das verarbeitet, geschadet hat es nicht
eine Packung Feta-Käse
2-3 Zehen Knoblauch
Thymian, am besten frisch, getrockneten etwas vorsichtiger verwenden
viel Petersilie
Olivenöl
Ich habe noch Paprika, die ich im Kühlschrank liegen hatte, dazu genommen - das ist aber optional.

Das Hackfleisch in einer beschichteten Pfanne bröselig braten, mit gepresstem Knoblauch und gehackten Kräutern (Thymian und Petersilie) und ordentlich Salz und Pfeffer vermischen. Ggf. noch die klein geschnittene Paprika dazu. Zum Schluss noch den Feta drüber bröseln, vermischen, anschmelzen lassen. Die Mischung sollte etwas abkühlen.

 Dann die Yufka-Blätter ausbreiten und mit Wasser einstreichen (das macht sie geschmeidiger fürs spätere Rollen).
Wie gesagt - wenn man gleich dreieckige Teigblätter nimmt, spart man sich Arbeit.
Anschließend wird auf die breite Seite ein guter EL Hackfleisch-Käse-Masse gegeben und dann das ganze eingerollt, die Seiten dabei einschlagen. Mit Wasser lassen sich auch die Seiten gut "festkleben", ich habe sie dann sicherheitshalber aber mit der Spitze nach unten gelegt und auch so in die Pfanne getan, dann pappt das durch die Hitze fest.
Zum Schluß werden die gesamten Röllchen in einer Pfanne mit Olivenöl (da muss man dann ab und zu nachfüllen - das Ganze ist nicht gerade fettarm, aber Olivenöl ist ja "gutes" Öl ;-)) gut ausgebacken bis sie gebräunt sind.
VORHER:
NACHHER:
Optisch lassen sie zu wünschen übrig, geschmeckt haben sie. Da Börek auch kalt gut schmecken, sind sie wirklich auch ein gutes Mitbringsel für Partys (allerdings nicht für Grillpartys - es sei denn, das sind solche Gemüse-Grill-Partys - aber bei so was war ich noch nie und wahrscheinlich sind dann Hackfleischbörek auch nicht die richtig gute Idee).



Kommentare:

  1. Hallo Frau Ackerbau, das sieht sehr lecker aus, das probiere ich auf jeden Fall aus. Das mit dem dreieckigen Teig wusst ich nicht. Selber hab ich schon kleine Börekstangen (Zigarrenbörek) gemacht mit Feta. Allerdings mit gekauftem Strudelteig, das war ein mühsames Gefriemel,,,

    Lieber Gruss,
    Anne von Planet112

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kannte nur die dreieckigen Blätter und war völlig überrascht, als ich diese Riesenteile ausgepackt habe. Wenn du eine leckere Feta-Mischung hast, wäre ich sehr dankbar, wenn du mir einen Tipp geben kannst - manchmal hat man ja auch Vegetarier dabei ;-)
      Liebe Grüße Gabi

      Löschen
    2. Und ich bin froh für den Tipp mit den dreieckigen Teigblättern.. Ich habe keine Mischung gemacht, ich hatte als einzige Zutat einen sehr leckeren griechischen Schafskäse?, etwas milder und sahniger als der lange haltbare Fetakäse. Leider hab ich den kurz darauf in meinem Supermarkt nicht mehr gefunden. Ich glaube es war Manouri.

      Lieber Gruss
      Anne

      Löschen
  2. ooh, das sieht lecker aus! finden bestimmt auch die kinder, muss ich mal nachkochen :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bei unseren müsste man aber die Paprika auf jeden Fall weglassen...

      Löschen