Mittwoch, 19. November 2014

Brot (5) - Backen

Nun hat man die Laibe  bei 220 Grad im Ofen. Die gesamte Backzeit dauert 90 Minuten (auch, wenn das Brot vorher schon gut aussieht, das dauert so lange). 
Damit die Brotkruste gut wird, muss man in regelmäßigen Abständen die Laibe mit dem Kochpinsel mit Wasser einstreichen. Das erste Mal nach 10 Minuten, dann alle 20 Minuten. 



Die ersten 10 Minuten sind spannend, weil man dann sieht, ob das Brot richtig aufgeht. Wenn nicht, kann man's zwar essen, es ist dann aber relativ schwer und feucht, das mag nicht jeder. 

Nach 80 Minuten schaltet man den Ofen aus, lässt das Brot aber noch für 10 Minuten im Ofen. Dann kann man das Brot herausholen. 10 Minuten auskühlen lassen, dann kann man probieren (Bauchweh bekommt man davon nicht, das bekommt man nur, wenn man zuviel Sauerteig probiert).


Idealerweise hat man eine gute Butter, etwas Käse und etwas Marmelade zum Testen. Wir laden gerne Freunde ein, die dann mit uns das frische Brot gleich probieren.

Was ist noch zu tun: Küche saubermachen (das ist das lästigste an der ganzen Geschichte). Den übrigen Sauerteig lässt man zugedeckt noch einmal eine Nacht stehen und friert ihn dann ein (einen Tag vor dem nächsten Backen auftauen, dann ist man versorgt). Wenn man viel Brot gebacken hat (und nicht gleich alles am ersten Abend gegessen hat), kann man halbe und viertel Laibe gut einfrieren. Wenn man sie wieder auftaut, schmecken sie wie frisch gebacken.

Das Brot wird jedesmal ein bisschen anders, wahrscheinlich wird man es auch ein paar Mal mit dem Backen probieren müssen, bis man die Mischung hat, die einem persönlich zusagt. Wenn man sich sicher genug mit dem normalen Rezept fühlt, kann man nach Belieben variieren. Wichtig ist nur, dass man besondere Zutaten (Nüsse, Gewürze, Käse, Speck, Rotwein oder was auch immer) nie direkt in den Teig mischt, sondern immer in einer separaten Schüssel. In den Sauerteig sollte so etwas nämlich nicht gelangen...

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