Sonntag, 19. Oktober 2014

Weißbrot

(Sauerteigbrot backe ich schon ein paar Jahrzehnte, ganz einfach weil es da kein Vernünftiges zu kaufen gibt. Weißbrot erst seit etwas über einem Jahr. Mein Dad hat nämlich durch genaue Beobachtung der Fernsehkochsendungen ein Rezept gefunden, das einfach und gut und immer mit wunderbarem Ergebnis reproduzierbar ist. Vom Aufwand ist das auch eher überschaubar. Das Teigformen macht auch Kindern ab etwa 5 Jahren großen Spaß.)

1 Hefewürfel (es lebe der Hefewürfel! Jedes Mal, wenn ich einkaufen gehe, nehme ich einen Hefewürfel mit. Gut und billig!)
150 g Dinkelvollkornmehl
350 g Dinkelmehl (am besten Typ 630)
650 g Weizenmehl Typ 550
Pflanzenöl
Salz
Zucker
Wasser
(Gibt etwa sechs größere Baguettes oder zwanzig Schrippen)

1. Zunächst macht man den Vorteig. In einer Schüssel die Hefe zerbröseln, mit ca. 50-100 ml Wasser gut verrühren, ca. 150 g Weizenmehl Typ 550 und eine Prise Zucker dazu, zu Brei verrühren. Über die Schüssel Klarsichtfolie und das Ganze dann in den Kühlschrank für mindestens 6 Stunden.

2. Ja, in den Kühlschrank. Keine Angst, der Hefeteig geht trotzdem:

3. Nach mindestens 6 Stunden  gibt man 150 g Dinkelvollkornmehl, 350 g Dinkelmehl Typ 630, 500 g Weizenmehl Typ 550, den Vorteig, 15 g Salz, 10 g Zucker und 400-500 ml Wasser in eine große Backschüssel und lässt den Mixer die Knethaken wirbeln. Der Teig muss glatt sein und sich vom Schüsselrand lösen, ggf. etwas Wasser oder Mehl zugeben. Das ist das anstrengendste bei dem Rezept, ich kämpfe hier etwa 15 Min. mit dem Teig, bis das passt.

4. Die Teigschüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und mindestens eine halbe Stunde gehen lassen.

5. Herd auf 210 Grad Umluft vorheizen.

6. Von dem Teig Stücke abtrennen. Für ein Baguette sollte man 300-400 g Teig nehmen, für eine Semmel/Schrippe/Wecke* ca. 70 g.

7. Den Teig mit beiden Händen zu einem runden Teigstück formen. Dazu dreht man den Teig in den Händen und knickt immer wieder mit der rechten Hand ein Stück unter (Ihr habt euch hoffentlich vorher die Hände gewaschen?).

8. Ruhen lassen.

9. Die runden Teigstücke zwischen beide Hände nehmen und leicht walken (zwischen den Handflächen rollen), so dass sich gleichmäßige längliche Stück ergeben. Nicht zu fest drücken, der Teig muss weich bleiben. Die Teigstücke auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen (die Dinger werden größer, also nicht zu eng legen). Je nach Laune kann man die Dinger dann mit einem großen Küchenmesser schräg oder in der Mitte einschneiden.

10. Wenn der Ofen 210 Grad Hitze hat, Backblech in den Ofen schieben. Vorher die Teigstücke mit einem Pinsel mit Wasser einstreichen (so wird's knusprig). Ich stelle den Küchenwecker normalerweise auf 8 Minuten, streiche die Baguette nochmal mit Wasser ein, drehe das Backblech um und lasse das Brot noch einmal 8 Minuten im Ofen.

11. Fertig! Wenn man am Abend den Hefeteig aufsetzt, hat man in der Früh nach etwa 90 Minuten frisches Brot. Das Brot lässt sich gut einfrieren.

13. Natürlich kann man experimentieren, anstatt Wasser Bier nehmen, das Ganze mit Käse überbacken, nur zu.

*Bitte keine Bayern/Schwaben/Berliner-Debatten mehr. Wenn Ihr Bayern scheiße findet, bin ich gerne Bayer, wenn Ihr Schwaben scheiße findet, eben Schwabe, wenn Ihr Berliner scheiße findet...hey,  wo kommt Ihr denn her?

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