Montag, 21. September 2026

Baguette

Eigentlich dachte ich, dass ich schon mehr Brötchen- und Baguetterezepte hier verlinkt haben müsste, irgendwie vergesse ich es immer. Tatsächlich backe ich inzwischen regelmäßig - mindestens einmal in der Woche - Baguette und/oder Brötchen, meist am Wochenende. Den Rest friere ich ein und dann haben wir in der Woche zum Frühstück immer frische Brötchen und/oder eben Baguette, das aufgebacken wird. Im Grunde ist das alles ziemlich einfach - abends Teig anrühren, über Nacht in den Kühlschrank, in der Früh den Ofen vorheizen, Baguette und/oder Brötchen formen und dann 20 bis 25min im Ofen. Da ich allerdings in der Regel den Hefeteig nicht knete, sondern nur rühre und dieser dadurch ziemlich weich ist, auch nach dem Gehen, ist es bei Baguettes gut, wenn man ein entsprechendes Baguetteblech hat. Wir hatten mal eines geschenkt bekommen, das stand ewig unbenutzt rum, inzwischen liegt es immer griffbereit - so viel zum Thema ungenutzte Küchenutensilien... Und was noch nützlich ist, ist eine größere Plastikdose mit Deckel.

Ich backe das französische Tradition - im Prinzip besteht ein solches Baguette nur aus vier Zutaten: 

Mehl
Wasser
Hefe
Salz

Mit ein bisschen Zucker geht die Hefe besser (vielleicht bilde ich mir das auch nur ein).

Und so geht mein Lieblingsbaguette - x Mal gebacken, immer wieder lecker.

Man benötigt:


500 ml lauwarmes Wasser, in dem
1/2 Hefewürfel und 
1 TL Zucker 
aufgelöst werden und ein paar Minuten stehen bleiben können. In der Zwischenzeit kann man

650g Mehl - hier gehen 550er Mehl oder - für mich mit das Beste - 630er Dinkelmehl oder, wenn man einen lieben Menschen hat, der einem französisches Baguettemehl besorgt, natürlich auch das, und
3 TL Salz 
in einer größeren Schüssel zusammenmischen.

Dann kommt das Hefewasser dazu und wird mit dem Mehl so lange verrührt, bis keine Mehlklumpen mehr zu sehen sind und Wasser und Mehl gut miteinander verbunden sind. Ich nehme dafür meist einen festen Teigspatel. Das geht alles relativ schnell.


Der Teig wird dann in eine leicht (mit neutralem Öl) eingeölte Plastikdose gegeben.


Über Nacht dann in den Kühlschrank stellen (8 bis 10 Stunden oder mehr), dann sieht der Teig so aus:


Den Ofen auf 230 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen (dazu reicht es eigentlich, die Plastikdose einfach umzukippen, dann gleitet der Teig von allein raus) und mit einem feuchten Teigtrenner oder Messer in drei Teile teilen. Der Teig ist weich und nicht zum Formen.


Die drei Teile werden dann auf da Baguetteblech jeweils gelegt. Damit sie nicht festpappen, lege ich meistens noch Backpapier dazwischen. Den Teig so langziehen, dass er jeweils reinpasst und dann einschneiden - quer oder längst, ist egal. Man kann die Stange auch ein bisschen in sich verdrehen, das sieht auch sehr schön aus.

Wenn der Ofen heiß ist, kommen die drei Baguette mit dem Blech auf das Gitter im Ofen und bleiben für 25 min dort. Gut ist, am Anfang noch eine Tasse Wasser in den Ofen zu kippen, dann werden die Baguette besonders schön knusprig.
Nach 25 min die Teile aus der Form nehmen und noch einmal für 5 bis 10 min in den Ofen. Dann sind sie rundherum schön knusprig und fertig.
Das Originalrezept weist darauf hin, dass man auch Röstzwiebeln, Haselnüsse, Cranberries oder Mohn unter den Teig mischen kann - ich mag das Baguette aber natur am liebsten, weil es dann mit vielseitigen Aufstrichen kombinierbar bleibt.



Sonntag, 20. September 2026

Tarte aux blettes - Mangoldquiche

In diesem Sommer hatten wir unglaublich viel Mangold im Garten. Das ist leider nicht immer so, aber dieses Mal ist jede (von Herrn Ackerbau selbst gezogene) Pflanze nur so gewuchert. Ich mag Mangold sehr und wenn man im Garten wächst, umso besser - auf dem Markt ist er relativ teuer. Normalerweise mache ich Mangoldspaghetti, manchmal fülle ich Eierkuchen oder Crêpes mit Mangold und Käse, aber dieses Mal musste noch eine Alternative her. Ich wusste, dass es in Nizza die Tarte aux blettes gibt - Blettes ist Mangold - hatte die allerdings dort noch nie gegessen. Und das zu recht, wie ich bei meinen Rezeptrecherchen feststellen musste - dort wird die Tarte aux blettes süß gemacht. Das ist nichts für mich. Aber ich habe ein anderes Rezept gefunden, was wirklich sehr gut war - man muss nur daran denken, dass Mangold ähnlich wie Spinat beim Erhitzen total zusammenfällt, d.h. auch für den Belag ausreichend Mangold nehmen.

Man benötigt:


- ausreichend Mangold, von diesem allerdings nur die Blätter, die Stiele sollten herausgeschnitten werden
- einen Quiche- und Tarteteig (den man wahrscheinlich auch selbst machen kann, ich schwöre aber auf Tante Fannys, der ist super)
- zwei Zwiebeln
- Olivenöl
- ein Ei
- einen Becher Sahne (200g) - ich nehme hier meistens das 7%ige Ersatzprodukt
- eine Packung Reibekäse (wenn man Gryère hat und den reiben will - das ist noch besser)
- angeröstete Pinien- oder Pistazienkerne (optional)

Die Mangold Blätter werden in Streifen geschnitten, die gewürfelten Zwiebeln in Olivenöl angedünstet.

Den Mangold am besten portionsweise dazu geben, damit er so nach und nach zusammenfallen kann, ohne dass alles aus dem Topf quillt. Das Ganze sieht dann so aus:


Alles salzen und pfeffern. Knoblauchpulver kann man auch dazu geben. Oder man schmilzt mit der Zwiebel schon eine Knoblauchzehe mit an...
Auf eine Tarte-Form den Quicheteig geben, diesen mit einer Gabel ein paar Mal einstechen, die Mangold-Zwiebel-Mischung darauf verteilen. Sahne und Ei verrühren und oben darauf geben, dann den Käse darüber streuen und (wenn man will) auch die Pinien- bzw. Pistazienkerne.

Alles geht für 20 bis 25 min in den auf 200 Grad Umluft vorgeheizten Ofen.

Die Tarte schmeckt am besten, wenn sie nicht mehr ganz heiß ist, man kann sie auch gut kalt essen.



Kranzbrot zum Grillen und für's Buffet

Bei Instagram habe ich ein Rezept für ein Kranzbrot entdeckt, was wirklich einfach ist und hervorragend schmeckt. Es kann vor allem auch mit beliebigen Dips kombiniert werden und macht es damit zu einem guten Mitbringsel für Grill- und andere Partys.

Man benötigt:


zwei Packungen Knack & Back-Brötchen (gibt es auch von anderen Marken, es müssen aber "einfache" Brötchen sein)
eine Packung gewürfelten Rohschinken
eine Packung geriebenen Käse
zwei rote Zwiebel
Gewürze - ich habe Oregano und Knoblauch genommen, es gehen wahrscheinlich auch italienische oder andere mediterrane Kräutermischungen

Die Brötchen aufmachen, einzeln herausnehmen und klein würfeln.


In einer Schüssel mit Käse, Schinken, gewürfelten Zwiebeln und Gewürzen zusammentun und am besten mit den Händen mischen.

Die ganze Mischung auf ein Backblech mit Backpapier kranzförmig formen.

Und für 15 bis 20min bei 200 Grad Umluft backen, bis alles schön knusprig ist. Leider habe ich vom Endergebnis das Foto vergessen, vielleicht immer mal nachschauen, ob das Teil gut gebräunt ist. Die Form ermöglicht, dass man in die Mitte noch eine Schale mit dem Dip seiner Wahl stellen kann - ich hatte dazu den Frischkäse-Dip, es geht aber auch Tzatziki oder Kräuterquark gut.